Anti-Atom-Berlin


Solidaritäts-Demonstration mit japanischer Anti-AKW-Bewegung

KundgebungAbschlusskundgebung vor japanischer Botschaft
Foto: K. Fuchs

Am heutigen Sonntag demonstrierten rund 200 Menschen und bekundeten damit ihre Solidarität mit den Menschen in Japan, die in immer größerer Zahl gegen Atomkraft auf die Straße gehen. Vor rund zwei Wochen kamen 170.000 Menschen in Tokio zusammen um gegen das Wiederanschalten der ersten zwei Reaktoren zu protestieren. Nach dem GAU von Fukushima waren alle 50 Atomkraftwerke abgeschaltet worden, übrigens ohne das es zu einer mangelnen Stromversorgung kam. Zeitgleich mit der Berliner Demonstration wurde in Japan mit einer Menschenkette das Regierungsviertel umzingelt. Die Demonstration, organisiert von Anti Atom Berlin begann am Pariser Platz, führte über den Potsdamer Platz und endete vor der japanischen Botschaft. Viele Japanerinnen und Japaner liefen mit, eine von Ihnen richtete eine Grußbotschaft an das japanische Volk.

Anti Atom Berlin hat im Rahmen der gorleben365-Kampagne ein Sommerfest mit anschließenden Blockaden des Erkundungsbergwerks in Gorleben (Schwarzbau) organisiert. Am 16.6. und am 17.6. blockierten wir in zwei Aktionen vor dem Wachwechsel alle Zufahrtstore zum Schwarzbau.

Leider konnten wir nicht viel Sonne und Tanz bieten, da uns das Wetter einen Streich spielte. Wir hatten aber trotz des Wetters viel Spaß, nette Gespräche und Austausch und konnten vor Ort Essen und Getränke für unsere AktivistInnen und FreundInnen anbieten.

Natürlich sollte die politische Aktion nicht fehlen und unsere Solidarität mit dem Engagement des wendländischen Anti Atom Widerstandes durch die Blockaden der Zufahrtstore ausgedrückt werden. Wir unterstützen weiterhin die vielen Aktionen und Blockaden die durch UnterstützerInnen der gorleben365 Kampagne noch folgen werden.

Das Endlagerbergwerk in Gorleben steht symbolisch für eine Atomlobby die ihren Atommüll im Interesse ihres Profits auf unsere Kosten durch die Republik von Punkt A zu Punkt B verschiebt und kein Konzept für eine verantwortliche Entsorgung hat. Trotzdem wird Tag für Tag weiterhin Atommüll produziert, gerade am aktuellen Beispiel der Asse zeigen sich die kriminellen Konsequenzen einer Atomlobby, die ihren Atommüll nicht mehr händeln kann, weil er ihnen und damit uns, als giftiger Cocktail entgegen suppt. Wir werden nicht zulassen, das Gorleben als Spielkarte weiterhin im Spiel bleibt.

Gorleben abwenden, Gorleben stilllegen, jetzt und für immer!

  • Einige Aktionsbilder von Kai Horstmann:  Fotoreihe

CASTOR ALARM

Der Atomausstieg war gestern - jetzt ist Widerstand angesagt.

Widerstand gegen Lügen - Widerstand gegen radioaktive Verstrahlung - Widerstand gegen verantwortungslose Politiker

Gefahr jetzt: Gorleben!

Trotz einer Überschreitung der Strahlengrenzwerte im Zwischenlager Gorleben wollen unbelehrbare Politiker und Vertreter der Atomindustrie neue Castorbehälter einlagern. Niedersachsens Umweltminister Henning Sander spricht von 11 weiteren Castoren. Sander scheint nichts aus den
Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima gelernt zu haben!

Ein breiter Widerstand bereitet sich auf den kommenden CASTOR Transport vor und die Atomlobby und Politik schickt einmal mehr die Polizei vor, um den Widerstand zu brechen. Wir werden wieder mit prügelnden und Pepper Fog versprühenden Polizeieinheiten zu tun haben.

„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“


Wir werden mit Entschlossenheit einem erneuten Castortransport entgegentreten!

Wir fordern alle berliner Anti AKW AktivistenInnen dazu auf, sich auch dieses Jahr am Widerstand gegen den kommenden CASTOR Transport zu beteiligen.

Anti Atom Berlin fordert Bündnis 90 / Die Grünen auf, Merkels Fahrplan zum Atomausstieg abzulehnen!

Auf ihrer Sitzung beschloss Anti Atom Berlin ein Ja zu Merkels Fahrplan zum Atomausstieg nicht hinzunehmen. Vielmehr fordert Anti Atom Berlin die Mitglieder des Grünen Sonderparteitages zum Atomausstieg auf, den Leitantrag der Parteiführung zur Zustimmung für Merkels Atomausstieg abzulehnen.

Wir erinnern:

  • 02. November 1996 - Grüne lehnen sofortige Stilllegung des Akw Krümmel ab
  • 15. Juni 2000 - Bündnis 90 / Die Grünen vereinbart mit der SPD einen von der Anti-Atom- Bewegung nicht gewollten verlängerten Atomausstieg, der kein Atomausstieg ist
  • Dezember 2000 – Die rot-grüne Bundesregierung gewährt der Ukraine einen Kredit in Höhe von 3,1 Milliarden Euro zum Bau von neuen Atomreaktoren als Ersatz für Tschernobyl

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima forderte Bündnis 90 / Die Grünen einen Atomausstieg bis zum Jahr 2017. Am Samstag wiederum entschied sich die Parteiführung der Grünen auf den Kurs von Merkel & Co umzuschwenken und machte alle vorher geäußerten Statements zur Makulatur.


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