(28. April 2016 im Fennovoima-Camp - Finnland)

camp finnland 28 april[1] Bildquelle takku.net

Am 28.04. um 15:00 Uhr näherte sich Polizei in Gestalt von Aufstandsbekämpfungseinheiten und einer Hundestaffel dem Camp. Bei den anschließenden Polizeiaktionen, wurde von der Polizei gezielt mit Gummigeschossen auf die Atomkraftgegner*innen geschossen.  Wir berichten über Hintergrund, Widerstand, Polizeiaktion und unterstützen solidarisch die finnischen und internationalen AtomkraftgegnerInnen in Pyhäjoki.

Solidaritätserklärung

Solidarität mit den finnischen und internationalen AtomkraftgegnerInnen in Pyhäjoki

Wir sind darüber empört und erschüttert, wie gegen gewaltfrei demonstrierende AtomkraftgegnerInnen von der finnischen Polizei vorgegangen wurde. Die "öffentliche Ordnung" wurde nicht von den friedlich protestierenden BürgerInnen, sondern von der staatlichen Exekutive, der Polizei ", gestört", die ihre "Staatsgewalt" dazu missbrauchte, Gewalt gegen die BürgerInnen, die zu schützen ihre Aufgabe ist, auszuüben, diese zu verletzen (krankenhausreif zu schlagen), widerrechtlich zu inhaftieren und deren Habe zu "beschlagnahmen".
Diese staatliche Exekutive hat damit nicht im Sinne des Rechtsstaates gehandelt, dessen Aufgabe es ist, seine BürgerInnen zu beschützen und Schaden von ihnen abzuwenden.
Stattdessen galt ihr Einsatz dem Schutz von Firmen und den mit ihnen verbundenen Profiteuren (in Wirtschaft und Politik), die ihr Geld mit einer im zivilen Anwendungsbereich unnötigen, höchst kostenintensiven und ineffektiven Energietechnik machen, die die Gesundheit und das Leben nicht nur der finnischen BürgerInnen, sondern auch aller Menschen und Lebewesen auf dieser Erde auf unvorstellbar lange Zeit bedroht bzw. vernichtet.
Unsere Sympathie und unser Mitgefühl gilt all den Menschen, die sich für das Miteinander-Leben auf unserer Erde und die Verwirklichung der Menschenrechte einsetzen, und hier ganz besonders den finnischen und internationalen TeilnehmerInnen am Widerstand gegen den in Pyhäjoki geplanten Bau eines Atomkraftwerks.
Der Schauplatz der Auseinandersetzungen liegt weit im hohen, dünnbesiedelten Norden, abseits der Metropolen, abseits auch von der sogenannten "Weltöffentlichkeit", was es den dortigen Machthabern in Politik und Wirtschaft erleichtert, ihre menschenverachtenden Interessen durchzusetzen.
Wir werden uns dafür stark machen, dass der bewundernswerte Einsatz der finnischen und internationalen Atomkraft- GegnerInnen für das Leben von Mensch und Natur in Pyhäjoki und der gesamten Erde Beachtung und Unterstützung findet.

Unterstützt von:

Anti Atom Berlin, Atomreaktor-Wannsee-dichtmachen, RoWo, Kanzleramtsmahnwache