Anti-Atom-Berlin


(Quelle: neues-deutschland)

Urenco

AKW-Kritiker Matthias Eickhoff über unkontrollierbare Folgen eines Verkaufs der Urananreicherungsfirma Urenco

Interview

Die Firma Urenco ist Spezialist für Urananreicherung und hat einen Weltmarktanteil von 31 Prozent im Bereich der Brennstoffe für Atomkraftwerke. Sie gehört zu je einem Drittel den deutschen Energiekonzernen RWE und E.on sowie den Niederlanden und Großbritannien. Die Bundesregierung hat weitreichende Mitsprache- und Vetorechte. Jetzt soll die Firma, die eine Anreicherungsanlage in Gronau betreibt, für mindestens zehn Milliarden Euro verkauft werden. Warum warnen Atomkraftgegner davor?

Die Urananreicherung ist ein zentrales Element beim Betrieb von Atomanlagen. Natürliches Uran wird in Zentrifugen angereichert, um später Brennelemente für den Einsatz in Atomkraftwerken herstellen zu können - dieser Anreicherungsprozess ist aufwendig und gefährlich.

(Quelle: Dirk Seifert)

URENCO

URENCO-Eingang-2011URENCO-Uranfabrik in Gronau (1)

Während in den Niederlanden am 5. Dezember ein Runder Tisch im Parlament über Risiken eines Verkaufs der Uranfabriken der URENCO diskutieren wird, hüllt sich die Bundesregierung weiterhin in einen Mantel des Schweigens. Der Verkauf der URENCO ist nicht nur von Bedeutung, weil der Konzern über ein Drittel des Weltmarkts für Urananreicherung dominiert und damit einer der wichtigsten Lieferanten für den in Atomkraftwerken eingesetzten Uranbrennstoff ist.

Urankonferenz 2012

Transparent URANAtome für den Krieg

„Uranindustrie stilllegen - Uranabbau, Urananreicherung und Brennelementefertigung stoppen“

200 AtomkraftgegnerInnen aus dem Niger, Russland, Frankreich, Polen, der Türkei, den Niederlanden und Deutschland haben sich am 4. Februar 2012 in Münster zu einer Internationalen Urankonferenz getroffen. Im Mittelpunkt der Urankonferenz stand die Forderung, die internationale Uranindustrie stillzulegen und den weltweiten Uranabbau, die Urananreicherung sowie die Brennelementefertigung zu stoppen. Die Urankonferenz wurde von einem internationalen Trägerkreis aus 35 Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbänden getragen und ist eine der bundesweit größten Konferenzen dieser Art seit Jahren.

Uranhandel

Kanada erleichtert Uranexport nach China

Die kanadische Regierung hat in Verhandlungen mit China Verbesserungen der Exportbestimmungen für die heimischen Uranproduzenten Cameco & Co erreicht.

Jahrelang waren die Beziehungen zwischen dem kanadischen Premierminister Stephen Harper und der Führung in China eher unterkühlt. Langsam ändert sich diese Situation. Der jüngste Besuch des Politikers in China sorgt für Entspannung.

So wollen die beiden Nationen beim Uranhandel zusammenarbeiten. Bisher war es kanadischen Gesellschaften nicht erlaubt, Uran nach China zu exportieren. Dabei existiert eine Vereinbarung von 1994, die eine Kooperation auf diesem Gebiet vorsieht. Sie wurde jedoch nie wirklich umgesetzt. (...)

Artikel: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/... 

(Quelle: M.B. nach Areva und EDF, Medienmitteilungen, 10. Februar 2012)

Uranlieferung

Die französische Electricité de France (EDF), Betreiberin der 58 in Frankreich stehenden Kernkraftwerkseinheiten, hat mit der Areva-Gruppe ein Abkommen zur längerfristigen Brennstoffversorgung abgeschlossen.

Die Übereinkunft zwischen der Areva und der EDF umfasst die Versorgung der EDF mit rund 20'000 Tonnen Natururan für den Zeitraum von 2014 bis 2030. Die beiden Unternehmen sehen zum einen vor, den Umfang bestehender Lieferverträge zu vergrössern. Zum anderen soll sich die EDF bei der Erschliessung neuer Vorkommen finanziell beteiligen und sich damit Produktionsanteile künftiger Minen sichern können. Die Areva auf der anderen Seite festigt damit ihre Position als führende Brennstoffversorgerin der EDF. Fast 40% des jährlichen Natururanbedarfs der EDF deckt die Areva. Henri Proglio, CEO der EDF, betonte: «Das Abkommen ermöglicht uns eine langfristige Planung und steht im Einklang mit unserer Strategie, die Uranversorgung für unsere Kernkraftwerksflotte zu sichern.» (...)

(Quelle:ContrAtom )

Urangeschäft

Es ist ein falsches Spiel: nur wenige Monate, nachdem Deutschland sich dem Atomausstieg verschrieben hat, erreicht die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau ihr Produktionsmaximum. Nach erfolgreichem Ausbau wird nun jedes dreizehnte AKW weltweit mit deutschem Atombrennstoff betrieben. Atomkraftgegner fordern die Bundesregierung auf, die Anlage umgehend zu schließen.

Die Gronauer Urananreicherungsanlage hat im September mit 4.500 Tonnen Urantrennarbeit pro Jahr ihre Spitzenkapazität erreicht – und versorgt nun 9% des Weltmarktes mit Uranbrennstoff. Diese Menge ist ausreichend für 32 Atomreaktoren. Bei 433 in Betrieb befindlichen Meilern läuft also etwa jedes dreizehnte mit Brennstoff aus Deutschland. (...)


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