Anti-Atom-Berlin


(Quelle:Spreadnews, 05.10.2011, Autor: jp)

International

In Belgien ereignete sich am Dienstagnachmittag in einer Wiederaufarbeitungsanlage ein Unfall. Die Atomanlage “Belgoprocess” befindet sich in der Nähe der niederländischen Grenze. Drei Menschen wurden durch Plutonium, das in geringer Menge freigesetzt wurde verstrahlt, teilte die Nachrichtenagentur “Belga” mit.

Ein Mitarbeiter der Atomanlage, sowie zwei Inspekteure der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) und der europäischen Atomgemeinschaft Euratom wurden Opfer radioaktiver Belastung, als bei einer routinemäßigen Inspektion überraschend ein Behälter mit Plutonium auf den Boden herabfiel. Bei dem Zwischenfall sei nur eine “extrem kleine Menge” freigesetzt worden, sagte ein Sprecher des Unternehmens “Belgoprocess”. Die kontaminierten Personen würden nun medizinisch untersucht. (...)

spreadnews Artikel: http://www.spreadnews.de

Wir möchten auf eine Seite verweisen, die auf skrupellose Uranabbau Versuche durch die örtliche Areva Mongol und die Tochterfirma Kogegobi in Argalant hinweist.

Es ist etwas faul in Dornogobi. Die Nomaden der mongolischen Wüstenprovinz klagen über mysteriöse Krankheiten in ihren Viehbeständen, über verseuchtes Wasser und giftigen Staub. (...)

Textauszug: (...) Seit Jahren bereiten Areva Mongol und die Tochterfirma Kogegobi – an denen neben dem Mutterkonzern Areva auch das Mitsubishi-Konglomerat mit 34% beteiligt ist – im Landkreis den Abbau tiefliegender Uranreserven vor. In diesem Rahmen testete Kogegobi 2010 bis 2011 das sogenannte In-Situ-Leaching-Verfahren (“Vor-Ort-Laugung”), das dem Fracking unkonventioneller Schiefergasquellen ähnelt. Kurz nach den ersten Tests trat eine Welle von Fehlgeburten und Missbildungen in den Viehbeständen der Nomaden auf. (...)

Foto Bericht von jib-collective.net: Titel - Das Schweigen der Lämmer

(Quelle: Dirk Seifert)

Tanzania

visiting-manjoni-dodomaInternational conference against uranium miningDie Regierung in Tanzania reagiert auf die in Dar Es Salaam stattfindende internationale Konferenz zum Uranabbau. Dort haben sich Fachleute aus nahezu allen Uranabbau-Ländern der Welt zu einer Konferenz zusammengefunden, um den Einstieg Tansanias in die Uranwirtschaft zu verhindern. Im Guardian Tanzania erläutert der Ministerium für Umwelt und Rohstoffe seine Politik für den Uranabbau und kündigt die baldige Eröffnung der ersten Uranmine des ostafrikanischen Staats an.

Alle Informationen zur Urankonferenz und dem Uranabbau in Tansania »hier«

Canada / Kanada

Uranabbau in Kanada auf dem Gebiet der Cree und Dene

Die weltgrößten Uranminen liegen im Norden der Provinz Saskatchewan, in Canada.

Die „First Nations" der Region haben sich von Anbeginn des Uranabbaus (vor mehr als 30 Jahren) gegen die Uranbergwerke ausgesprochen, ohne ihr Ziel – Anerkennung ihrer vertraglich gesicherten Landrechte und Stopp des Uranabbaus bzw. seine Eingrenzung - zu erreichen.

In den traditionellen Territorien der indigenen Gemeinden im Norden von Saskatchewan, werden Uran, Gold und Diamanten abgebaut. Die kanadische Provinz von Saskatchwan hat ca. 1 Millionen EinwohnerInnen. Die südliche Hälfte ist landwirtschaftlich ausgerichtet (970.000 EinwohnerInnen) und in der nördlichen Hälfte leben ca. 30.000 Menschen, fast ausschließlich Indigene Bevölkerungsgruppen, Cree, Dene und Metis (dazu ein Hintergrundbericht von Günter Wippel.

(Quelle: neues-deutschland)

Urenco

AKW-Kritiker Matthias Eickhoff über unkontrollierbare Folgen eines Verkaufs der Urananreicherungsfirma Urenco

Interview

Die Firma Urenco ist Spezialist für Urananreicherung und hat einen Weltmarktanteil von 31 Prozent im Bereich der Brennstoffe für Atomkraftwerke. Sie gehört zu je einem Drittel den deutschen Energiekonzernen RWE und E.on sowie den Niederlanden und Großbritannien. Die Bundesregierung hat weitreichende Mitsprache- und Vetorechte. Jetzt soll die Firma, die eine Anreicherungsanlage in Gronau betreibt, für mindestens zehn Milliarden Euro verkauft werden. Warum warnen Atomkraftgegner davor?

Die Urananreicherung ist ein zentrales Element beim Betrieb von Atomanlagen. Natürliches Uran wird in Zentrifugen angereichert, um später Brennelemente für den Einsatz in Atomkraftwerken herstellen zu können - dieser Anreicherungsprozess ist aufwendig und gefährlich.

(Quelle: Dirk Seifert)

URENCO

URENCO-Eingang-2011URENCO-Uranfabrik in Gronau (1)

Während in den Niederlanden am 5. Dezember ein Runder Tisch im Parlament über Risiken eines Verkaufs der Uranfabriken der URENCO diskutieren wird, hüllt sich die Bundesregierung weiterhin in einen Mantel des Schweigens. Der Verkauf der URENCO ist nicht nur von Bedeutung, weil der Konzern über ein Drittel des Weltmarkts für Urananreicherung dominiert und damit einer der wichtigsten Lieferanten für den in Atomkraftwerken eingesetzten Uranbrennstoff ist.

Urankonferenz 2012

Transparent URANAtome für den Krieg

„Uranindustrie stilllegen - Uranabbau, Urananreicherung und Brennelementefertigung stoppen“

200 AtomkraftgegnerInnen aus dem Niger, Russland, Frankreich, Polen, der Türkei, den Niederlanden und Deutschland haben sich am 4. Februar 2012 in Münster zu einer Internationalen Urankonferenz getroffen. Im Mittelpunkt der Urankonferenz stand die Forderung, die internationale Uranindustrie stillzulegen und den weltweiten Uranabbau, die Urananreicherung sowie die Brennelementefertigung zu stoppen. Die Urankonferenz wurde von einem internationalen Trägerkreis aus 35 Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbänden getragen und ist eine der bundesweit größten Konferenzen dieser Art seit Jahren.

Uranhandel

Kanada erleichtert Uranexport nach China

Die kanadische Regierung hat in Verhandlungen mit China Verbesserungen der Exportbestimmungen für die heimischen Uranproduzenten Cameco & Co erreicht.

Jahrelang waren die Beziehungen zwischen dem kanadischen Premierminister Stephen Harper und der Führung in China eher unterkühlt. Langsam ändert sich diese Situation. Der jüngste Besuch des Politikers in China sorgt für Entspannung.

So wollen die beiden Nationen beim Uranhandel zusammenarbeiten. Bisher war es kanadischen Gesellschaften nicht erlaubt, Uran nach China zu exportieren. Dabei existiert eine Vereinbarung von 1994, die eine Kooperation auf diesem Gebiet vorsieht. Sie wurde jedoch nie wirklich umgesetzt. (...)

Artikel: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/... 

(Quelle: M.B. nach Areva und EDF, Medienmitteilungen, 10. Februar 2012)

Uranlieferung

Die französische Electricité de France (EDF), Betreiberin der 58 in Frankreich stehenden Kernkraftwerkseinheiten, hat mit der Areva-Gruppe ein Abkommen zur längerfristigen Brennstoffversorgung abgeschlossen.

Die Übereinkunft zwischen der Areva und der EDF umfasst die Versorgung der EDF mit rund 20'000 Tonnen Natururan für den Zeitraum von 2014 bis 2030. Die beiden Unternehmen sehen zum einen vor, den Umfang bestehender Lieferverträge zu vergrössern. Zum anderen soll sich die EDF bei der Erschliessung neuer Vorkommen finanziell beteiligen und sich damit Produktionsanteile künftiger Minen sichern können. Die Areva auf der anderen Seite festigt damit ihre Position als führende Brennstoffversorgerin der EDF. Fast 40% des jährlichen Natururanbedarfs der EDF deckt die Areva. Henri Proglio, CEO der EDF, betonte: «Das Abkommen ermöglicht uns eine langfristige Planung und steht im Einklang mit unserer Strategie, die Uranversorgung für unsere Kernkraftwerksflotte zu sichern.» (...)


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