Anti-Atom-Berlin


(Quelle: taz, Reimar Paul)

Asse

Die Gefahren des Atommülllagers Asse werden von offizieller Seite mal so, mal so bewertet – offenbar auch nach politischen Opportunitätserwägungen.

Unter Tage im Atommülllager Asse pustet ein riesiges Rohr feinen Salzstaub auf die Fässer mit radioaktiven Abfällen, 120 Tonnen am Tag. „Wir machen die Asse für alle Zeiten dicht", sagt Ingenieur Jürgen Möller. Gefahren? Ach wo.

Auf eine Sohle, 650 Meter unter der Erde, plätschert Salzlauge, zwölfeinhalb Kubikmeter am Tag dringen in das Bergwerk. Bürgerinitiativen warnen schon damals vor einem Absaufen der Atommüllkippe. Seit 1967 wurden 125.000 Fässer mit schwach- und 1.300 Fässer mit mittelradioaktivem Atommüll eingelagert – ab 1974 per „Versturztechnik": Schaufelradlader kippten die Behälter einfach über Abhänge. Auch das hochgiftige Plutonium und chemische Abfälle werden bis 1978 vergraben. (...)

taz Artikel: Asse immer anders - Das bisschen Atommüll


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