Anti-Atom-Berlin


Atomwaffen sind verboten. Mehr als 50 Staaten sind dabei

Es ist soweit: am 22. Januar!

Der Atomwaffenverbotsvertrag tritt nun, 90 Tage nach Ratifizierung des 50sten Staates, dem 24. Oktober 2020 offiziell in Kraft.

Viele Jahre Engagement weltweit und viele Organisationen haben daran mitgewirkt!

Viele mit denen ich sprach, sagten, es würde ja nichts ändern, aber die haben eben nicht mit dem Blick der Welt auf die Atomwaffenbesitzer geschaut.

Das Umdenken, was sich durch diese 51 Staaten zeigt, wird hier in der Presse bisher nicht dargestellt.

Die Gespräche beim Stammtisch von ICAN führten zu einem tieferen Verständnis bei mir, denn dort wurde viel berichtet, wie die anderen Staaten nicht mehr bereit sind, den Beteuerungen der Atommächte zu glauben, dass sie abrüsten würden. Jeder Einsatz verteilt nukleare Strahlung über die halbe Welt.

Nun gehört Deutschland auch zu den international geächteten Ländern. Zu Ländern, auf deren Boden und nur mit Gutheißen der Regierungen, durch die Zusammenarbeit auf den Militärstützpunkten – bei uns ist es Büchel - Atombomben stationiert sind und anderer Menschen Leben vergiften könnten. Dieses erfahrene Leid, das durch den Einsatz bzw. das Testen von Atomwaffen entstand, wird in der Präambel benannt. Erstmals werden die unverhältnismäßigen Auswirkungen von Atomwaffenaktivitäten auf indigene Bevölkerungen, sowie auf Frauen und Mädchen anerkannt.

Ich freue mich so sehr für die jungen Leuten bei ICAN, dass ihr Engagement jetzt zum Durchbruch führte und sie den Erfolg feiern können.

Und ich freue mich natürlich auch darüber, dass Gorleben raus ist aus der Standortsuche für eine Endlagerstätte von hochradioaktivem Müll; „aus geologischer Sicht“ ungeeignet, wie am 28. September 2020 bei der Veröffentlichung der Bundesgesellschaft für Endlagerung bekannt wurde. So wie es die Anti-Atom-Bewegung seit über 40 Jahren schon sagt. Auch hier hat die langjährige, ausdauernde Arbeit 2020 Früchte getragen.

Am 24. Oktober 2020 war Honduras der 50. Staat, welcher die jahrzehntelange globale Bewegung durch seinen Beitritt zum Durchbruch verhalf. Am 22. Januar 2021 wird der Verbotsvertrag bindendes Völkerrecht.

Auf www.ican.de haben Xanthe Hall und Leo Hoffmann-Axthelm geschrieben: Das Inkrafttreten des Vertrags ist ein historischer Meilenstein einer globalen Bewegung, die vor 75 Jahren begann und über mehrere Generationen andauert. Der Vertrag verkörpert den Willen der Menschheit, ohne Atomwaffen zu leben. Er stellt einen Sieg der internationalen Demokratie und multilateralen Diplomatie über die Dominanz der Weltmächte dar.


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