Anti-Atom-Berlin


(Quelle: Robin Wood)

Atomtransport

Das Atomschiff Sheksna hat am Montag (6.7.2015) früh mal wieder seine radioaktive Fracht in Hamburg gelöscht, dieses mal am Burchardkai. ROBIN WOOD AktivsitInnen beobachteten die Löschung des Schiffes und die anschließende Abfahrt der radioaktiven Fracht per LKW.

Das Schiff hatte auf seiner Reise nach Hamburg genau 2 blauen Container an Bord. Scheinbar lohnt sich das Atomgeschäft selbst wenn lediglich 2 Container befördert werden! In den Urancontainer war angereichertes Uran (UN Nummer 3325), möglicherweise Uranpellets für die Brennelementefabrik Lingen. Es könnten auch Brennelemente für ein AKW in Deutschland oder in der Schweiz gewesen sein. Die AREVA-Fabrik in Lingen wird regelmäßig mit Uran in Form von UF6 oder Uranpellets (Uranoxyd), das in Hamburg umgeschlagen wird, versorgt. Brennelemente aus Schweden oder Russland werden regelmäßig in Hamburg umgeschlagen.   (...)

Artikel: Atomtransportbeobachtung am Burchardkai im Hafen HH

(Quelle: linkszeitung)

AKW Paluel

Im AKW Paluel an der Küste des Ärmelkanals kam es zu einem Großbrand. 71 Feuerwehrleute benötigten mehr als sechs Stunden, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Die französischen Mainstream-Medien verbreiten unklare Informationen über ein "Metallfeuer".

Nach Angaben der AKW-Leitung brach das Feuer im nicht-nuklearen Teil von Reaktorblock II gegen 22:30 Uhr aus. Mehrere Löschzüge mit insgesamt 71 Feuerwehrleuten mußten herbeigerufen werden. Der als "incendie de métal" (Metallfeuer) bezeichnete Brand soll außergewöhnliche Expertise bei der Löschung erfordert haben. Er war laut offiziellen Angaben am Freitag morgen gegen 4:45 Uhr gelöscht, wobei die Feuerwehr jedoch noch anwesend ist - angeblich, um bei der Überwachung zu helfen. Wie üblich heißt es, es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden.  (...)

Artikel: Großbrand im AKW Paluel Unklare Information über "Metallfeuer"

(Quelle: br.de, Jürgen Döschner, WDR )

Nukleare Sicherheit

Mit einem neuen Gesetz untergräbt die Ukraine die Unabhängigkeit der Atomaufsicht und verstößt damit gegen mehrere internationale Abkommen und Sicherheitsrichtlinien.

Ausgerechnet in der Ukraine, mit dem Katastrophenreaktor in Tschernobyl, will man die Atomkraft noch weiter ausbauen. Die Laufzeit der bestehenden 15 Reaktoren soll verlängert, ihre Kapazität erweitert und neue Reaktoren gebaut werden. Und ausgerechnet in dieser Situation will die ukrainische Regierung die bislang unabhängige Atomaufsicht an die Kette legen. Ein entsprechendes Gesetz tritt am Sonntag in Kraft. (...)

"Das Gesetz verletzt in gewisser Weise unsere Unabhängigkeit, insbesondere schränkt es uns bei der Durchführung von Inspektionen ein", sagt Sergej Boshko, der Chef der ukrainischen Atomaufsicht, der ARD. "Falls der Betreiber eine Inspektion in seinem Atomkraftwerk ablehnt, müssen wir einen Antrag bei der Regierung stellen. Ein sogenannter Berufungsrat entscheidet dann, ob die Inspektion erfolgen darf oder nicht. An diese Entscheidung sind wir dann gebunden."

Mit dem neuen Gesetz verstößt die Ukraine gleich gegen mehrere internationale Abkommen, die die Betreiber von Atomkraftwerken auf das Prinzip der unabhängigen Aufsicht verpflichten. (...)

 

Artikel: Ukraine legt Atomaufsicht an die Kette

(Quelle:Christopher Schrader, SZ)

Strahlenbiologie

Lebensgefährliche Radioaktivität: Wer im Atomkraftwerk arbeitet, bekommt immer etwas Strahlung ab. Doch diese ist gefährlicher, als man bisher dachte.

Auch kleine Dosen von Radioaktivität können Krebs auslösen. Eine Untersuchung von gut 300 000 Mitarbeitern der Atomindustrie zeigt jetzt, dass das Risiko für Leukämie schon bei kleinen Strahlungsmengen besteht und mit der Dosis linear ansteigt. (...)

SZ Artikel: Volle kleine Dosis, (von Christopher Schrader)

(Quelle: blogs.ausgestrahlt)

Castor-Plan

Umweltministerin will Genehmigungsverfahren für WAA-Castoren aushebeln. Gorleben bleibt im Rennen.

Brokdorf, Biblis, Philippsburg, Isar: In den Zwischenlagerhallen an diesen vier AKW-Standorten will Bundesumweltministerin Hendricks (SPD) von 2017 an Castoren mit mittel- und hochradioaktiven Abfällen aus den Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) in La Hague (F) und Sellafield (GB) einlagern lassen. In der Vergangenheit rollten alle diese Behälter mit verglasten WAA-Abfällen aus La Hague stets nach Gorleben. Dass die oberirdische Halle dort keine weiteren Castoren mehr aufnehmen muss, war vor zwei Jahren das Zugeständnis an Niedersachsen, mit dem sich Bund und Länder dessen Zustimmung zum Endlagersuchgesetz (und Mitarbeit in der Atommüll-Kommission) erkauften – dem Gesetz also, das, so befürchten viele, am Ende doch den Salzstock in Gorleben zum bundesweiten Lager für alle hochradioaktiven Abfälle machen soll. (...)

Artikel: Der perfide Castor-Plan

(Quelle: nzz.ch)

New York

(ap) Nach einem Feuer auf einer Nuklearanlage nahe New York sind Teile des Atomkraftwerks immer noch nicht wieder eingeschaltet. Außerdem sollen durch das Feuer und den daraus entstandenen Beschädigungen, Tausende von Litern Öl in den Hudson River ausgelaufen sein.

Artikel: Artikel - Neue Zürcher Zeitung

Laut des BfDI (Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit), wurden AKW-Gegner von den Sicherheitsbehörden als gewaltbereite Extremisten unter besonderer Beobachtung gehalten und die Daten untereinander ausgetauscht (Gemeinsame-Dateien-Gesetzes vom 22. Dezember 2006).

Tätigkeitsbericht zum Datenschutz für die Jahre 2013 und 2014:  www.bfdi.bund.de

Weitere Infos:

(Quelle: euronews.com)

Atommüll Zwischenlager

Ιn der Nähe des vor 29 Jahren explodierten Reaktors von Tschernobyl wurde ein Atomzwischenlager für den Atommüll der Ukraine eröffnet. Die Anlage wurde finanziell von Großbritannien und der EU mit 13 Millionen Euro gefördert. Sie soll als zentrales Lager für die Ukraine fungieren. Zur Zeit wird der radioaktive Atommüll an sechs verschiedenen Orten in der Ukraine gesammelt. Die Ukraine betreibt vier Atomkraftwerke, die mehr als 50 Prozent des Energiebedarfs des Landes abdecken.

Artikel mit Video Bericht: Ukraine eröffnet Zwischenlager für Atommüll

(Quelle: nuklearforum.ch)

Uranabbau

Das paraguayische Ministry of Public Works and Communication erteilte Ende Mai 2015 der UEC die Erlaubnis, mit ihrem Uranabbauprojekt Yuty im Südosten des Landes in die Abbauphase zu treten. Es ist bereits die dritte Uranmine, die eine Abbaugenehmigung bekommen hat.


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