Anti-Atom-Berlin


(Quelle: Spiegel online)

Radioaktiver Müll

Mit einem Trick können Energiekonzerne bisher ihre Haftung für Atomkraftwerke und Atommüll begrenzen. Ein neues Gesetz soll dieses Schlupfloch nun schließen. Dagegen haben die Konzerne jetzt erbitterten Widerstand angekündigt.

Es geht um milliardenschwere Haftungsfragen für Atomkraftwerke und radioaktiven Abfall. Bislang genügte es, einen Konzern wie E.on aufzuspalten und die Atomanlagen in eine Tochtergesellschaft auszugliedern. Die Haftung der Muttergesellschaft war für diesen Fall auf maximal fünf Jahre begrenzt. Dies soll nach Sigmar Gabriel nun per Gesetz geändert und die Fünfjahresfrist abgeschaft werden. (...)

Artikel: Radioaktiver Müll: Atomkonzerne wehren sich gegen längere Haftung

(Quelle: spreadnews.de, Jens Proll )

AKW Sendai

Wie von Regierung und Betreiber angekündigt, wurde am heutigen Dienstagmorgen der Reaktor 1 des AKW Sendai (Präf. Kagoshima) wieder hochgefahren. Die Entfernung der 32 Kontrollstäbe, um den Reaktor wieder in Betrieb zu nehmen, war vorab für 10:30 Uhr angesetzt worden. Es handelt sich um das erste japanische Kernkraftwerk, dass seit der Erlassung der strengeren Sicherheitsrichtlinien am 8. Juli 2013 wieder einen Reaktorneustart durchführt. Der für Montag vorgesehene Neustart war vergangene Woche wegen technischer Nachkontrollen auf den 11. August verschoben worden. (...)

Artikel: Japan aktuell: Reaktorneustart am AKW Sendai durchgeführt

(Quelle: spreadnews.de)
Fukushima
artikelbild tokyo lebensmittel copyright by kjImportverbote japanischer Lebensmittel: Taiwan und Russland bewegen sich (Symbolfoto, Copyright by KJ)

Lebensmittel aus Fukushima haben trotz Auszeichnungen auf internationalen Messen immer noch ein Imageproblem. Doch zumindest in die Diskussion um Importverbote kommt neuer Wind.

Widersprüchliche Berichte über Taiwans Importverbot: In die Diskussion um Einfuhrbeschränkungen für Lebensmittelimporte aus Japan kommt offenbar Bewegung. Taiwanesische Medien hatten zunächst berichtet, bereits für kommende Woche sei eine Aufhebung des Importverbots geplant. Heute dementierte das zuständige Ministerium diese Berichte, erklärte jedoch, man sei in der Tat bereit, Gespräche mit den Vertretern japanischer Interessen zu führen. Taiwan hatte nach der Fukushima-Katastrophe den Import von Lebensmitteln aus fünf Präfekturen – Fukushima, Chiba, Gunma, Ibaraki und Tochigi – verboten.

(Quelle: Robin Wood)

Atomtransport

Das Atomschiff Sheksna hat am Montag (6.7.2015) früh mal wieder seine radioaktive Fracht in Hamburg gelöscht, dieses mal am Burchardkai. ROBIN WOOD AktivsitInnen beobachteten die Löschung des Schiffes und die anschließende Abfahrt der radioaktiven Fracht per LKW.

Das Schiff hatte auf seiner Reise nach Hamburg genau 2 blauen Container an Bord. Scheinbar lohnt sich das Atomgeschäft selbst wenn lediglich 2 Container befördert werden! In den Urancontainer war angereichertes Uran (UN Nummer 3325), möglicherweise Uranpellets für die Brennelementefabrik Lingen. Es könnten auch Brennelemente für ein AKW in Deutschland oder in der Schweiz gewesen sein. Die AREVA-Fabrik in Lingen wird regelmäßig mit Uran in Form von UF6 oder Uranpellets (Uranoxyd), das in Hamburg umgeschlagen wird, versorgt. Brennelemente aus Schweden oder Russland werden regelmäßig in Hamburg umgeschlagen.   (...)

Artikel: Atomtransportbeobachtung am Burchardkai im Hafen HH

(Quelle: linkszeitung)

AKW Paluel

Im AKW Paluel an der Küste des Ärmelkanals kam es zu einem Großbrand. 71 Feuerwehrleute benötigten mehr als sechs Stunden, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Die französischen Mainstream-Medien verbreiten unklare Informationen über ein "Metallfeuer".

Nach Angaben der AKW-Leitung brach das Feuer im nicht-nuklearen Teil von Reaktorblock II gegen 22:30 Uhr aus. Mehrere Löschzüge mit insgesamt 71 Feuerwehrleuten mußten herbeigerufen werden. Der als "incendie de métal" (Metallfeuer) bezeichnete Brand soll außergewöhnliche Expertise bei der Löschung erfordert haben. Er war laut offiziellen Angaben am Freitag morgen gegen 4:45 Uhr gelöscht, wobei die Feuerwehr jedoch noch anwesend ist - angeblich, um bei der Überwachung zu helfen. Wie üblich heißt es, es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden.  (...)

Artikel: Großbrand im AKW Paluel Unklare Information über "Metallfeuer"

(Quelle: br.de, Jürgen Döschner, WDR )

Nukleare Sicherheit

Mit einem neuen Gesetz untergräbt die Ukraine die Unabhängigkeit der Atomaufsicht und verstößt damit gegen mehrere internationale Abkommen und Sicherheitsrichtlinien.

Ausgerechnet in der Ukraine, mit dem Katastrophenreaktor in Tschernobyl, will man die Atomkraft noch weiter ausbauen. Die Laufzeit der bestehenden 15 Reaktoren soll verlängert, ihre Kapazität erweitert und neue Reaktoren gebaut werden. Und ausgerechnet in dieser Situation will die ukrainische Regierung die bislang unabhängige Atomaufsicht an die Kette legen. Ein entsprechendes Gesetz tritt am Sonntag in Kraft. (...)

"Das Gesetz verletzt in gewisser Weise unsere Unabhängigkeit, insbesondere schränkt es uns bei der Durchführung von Inspektionen ein", sagt Sergej Boshko, der Chef der ukrainischen Atomaufsicht, der ARD. "Falls der Betreiber eine Inspektion in seinem Atomkraftwerk ablehnt, müssen wir einen Antrag bei der Regierung stellen. Ein sogenannter Berufungsrat entscheidet dann, ob die Inspektion erfolgen darf oder nicht. An diese Entscheidung sind wir dann gebunden."

Mit dem neuen Gesetz verstößt die Ukraine gleich gegen mehrere internationale Abkommen, die die Betreiber von Atomkraftwerken auf das Prinzip der unabhängigen Aufsicht verpflichten. (...)

 

Artikel: Ukraine legt Atomaufsicht an die Kette

(Quelle:Christopher Schrader, SZ)

Strahlenbiologie

Lebensgefährliche Radioaktivität: Wer im Atomkraftwerk arbeitet, bekommt immer etwas Strahlung ab. Doch diese ist gefährlicher, als man bisher dachte.

Auch kleine Dosen von Radioaktivität können Krebs auslösen. Eine Untersuchung von gut 300 000 Mitarbeitern der Atomindustrie zeigt jetzt, dass das Risiko für Leukämie schon bei kleinen Strahlungsmengen besteht und mit der Dosis linear ansteigt. (...)

SZ Artikel: Volle kleine Dosis, (von Christopher Schrader)

(Quelle: blogs.ausgestrahlt)

Castor-Plan

Umweltministerin will Genehmigungsverfahren für WAA-Castoren aushebeln. Gorleben bleibt im Rennen.

Brokdorf, Biblis, Philippsburg, Isar: In den Zwischenlagerhallen an diesen vier AKW-Standorten will Bundesumweltministerin Hendricks (SPD) von 2017 an Castoren mit mittel- und hochradioaktiven Abfällen aus den Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA) in La Hague (F) und Sellafield (GB) einlagern lassen. In der Vergangenheit rollten alle diese Behälter mit verglasten WAA-Abfällen aus La Hague stets nach Gorleben. Dass die oberirdische Halle dort keine weiteren Castoren mehr aufnehmen muss, war vor zwei Jahren das Zugeständnis an Niedersachsen, mit dem sich Bund und Länder dessen Zustimmung zum Endlagersuchgesetz (und Mitarbeit in der Atommüll-Kommission) erkauften – dem Gesetz also, das, so befürchten viele, am Ende doch den Salzstock in Gorleben zum bundesweiten Lager für alle hochradioaktiven Abfälle machen soll. (...)

Artikel: Der perfide Castor-Plan

(Quelle: nzz.ch)

New York

(ap) Nach einem Feuer auf einer Nuklearanlage nahe New York sind Teile des Atomkraftwerks immer noch nicht wieder eingeschaltet. Außerdem sollen durch das Feuer und den daraus entstandenen Beschädigungen, Tausende von Litern Öl in den Hudson River ausgelaufen sein.

Artikel: Artikel - Neue Zürcher Zeitung


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