Anti-Atom-Berlin


(Quelle: umweltFAIRaendern.de)

Atommülllager für hochradioaktiven Abfall

Der Neubau eines Atommülllagers für hochradioaktiven Abfall könnte laut einem NDR-Bericht bei den EnergieWerkenNord (EWN) in der Nähe von Lubmin/Greifswald anstehen.

Anlass dafür sind Sicherheitsmängel des existierenden Castor-Lagers. Einen Antrag für entsprechende sicherheitserhöhende Nachrüstmaßnahmen der bisherigen Lagerhalle 8 musste der Betreiber vor wenigen Wochen zurückziehen. Vier Jahre lang hatte der Betreiber vergeblich versucht, die erforderlichen Sicherheitsstandards durch Umrüstmaßnahmen zu erreichen. Dieser Versuch war aber gescheitert, so dass es nun zu einem Neubau kommen könnte.

Bestätigen wollten weder der Betreiber noch das Bundesamt für Strahlenschutz derartige Pläne. Einzelheiten sind aufgrund des Geheimschutzes im Bereich der Terrorabwehr nicht zu erfahren. Das Bundesamt für Strahlenschutz als Genehmigungsbehörde betont, dass die Sicherheit derzeit mit „temporären Maßnahmen“ gewährleistet sei. (...)

umweltFAIRaendern-de: Fehlender Terrorschutz: Neues Atommülllager für hochradioaktiven Abfall in Lubmin/Greifswald?

(Quelle: taz)

Japan

Nach Fukushima-Katastrophe in Japan

Zweiter Atomreaktor am Netz

Knapp ein Viertel der Energie soll in Japan künftig wieder aus Atomstrom kommen. Ein weiterer Reaktor wurde wieder hochgefahren – trotz Protest.

TOKIO afp | Viereinhalb Jahre nach der Kraftwerkskatastrophe von Fukushima ist in Japan am Donnerstag ein zweiter Atomreaktor wieder ans Netz gegangen. Im Kraftwerk Sendai rund tausend Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tokio sei der zweite Reaktor am Vormittag hochgefahren worden, teilte der Betreiber Kyushu Electric Power mit. In der Anlage war bereits Mitte August der erste Reaktor wieder angefahren worden. (...)

Artikel: taz - Zweiter Atomreaktor am Netz

(Quelle: ärztezeitung-de)

Fukushima

Ein verstrahlter, an mehreren Krebsarten erkrankter Ex-Angestellter klagt auf 480.000 Euro Schadenersatz.

FUKUSHIMA/SAPPORO/TOKIO. Im Nachgang zur Havarie des nordostjapanischen Atomkraftwerks Fukushima Daiichi am 11. März 2011 verklagt nun erstmals ein früherer Arbeiter der Betreiberfirma Tokyo Electric Power Company (Tepco) den Atomkonzern und ein Subunternehmen, nachdem bei ihm mehrere Krebserkrankungen diagnostiziert wurden.

Darauf weist die atomkritische Organisation Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) unter Berufung auf entsprechende japanische Medienberichte hin. Demnach hatte der 57-jährige Mann rund um die havarierten Atomreaktoren Aufräumarbeiten durchgeführt. Bei dem Schadenersatzprozess vor dem Bezirksgericht in Sapporo gehe es um 65 Millionen Yen (rund 480.000 Euro). (...)

Artikel: Erkrankter Mitarbeiter klagt gegen Tepco

Investoren bekommen bei Hinkley Point C wegen Österreichs Klage kalte Füße

Die von Österreich gegen das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point C eingebrachte Klage zeigt Wirkung. Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's haben angekündigt, die Kreditwürdigkeit des französischen Energiekonzerns EDF im Falle einer Investition in Hinkley Point herunterzustufen, da die wirtschaftlichen Risiken bei einer juristischen Niederlage gigantisch sind. Außerdem ist durchgesickert, dass die chinesischen Firmen statt 50 Prozent nur noch eine Beteiligung von 30 Prozent wollen. Das schafft massive Probleme für den einzigen verbliebenen Investor EDF.“ (...)

(Quelle: taz/deutschlandfunk)

Literaturnobelpreis

„Für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“, bekommt die weißrussische Autorin Swetlana Alexijewitsch (67) in diesem Jahr den Literaturnobelpreis. Das gab die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekannt. Alexijewitsch ist erst die 14. Frau, die die Auszeichnung gewinnt, die als wichtigster Literaturpreis der Welt gilt. (...)

Die EDF Energy plc (1) hat zwei weitere britische Unternehmen als bevorzugte Anbieter für den Bau der zwei geplanten Kernkraftwerkseinheiten am Standort Hinkley Point C (2) ausgewählt.

Die EDF Energy erteilte zwei neue Aufträge in der Höhe von insgesamt über GBP 100 Mio. (CHF 148 Mio.). Die Rolls-Royce Holdings plc soll für über GBP 25 Mio. (CHF 37 Mio.) Wärmetauscher für das Kernkraftwerk Hinkley Point C liefern. Zudem soll eine Partnerschaft zwischen der Rolls-Royce und der Nuvia Ltd. zwei Systeme für die Behandlung und Abfallverarbeitung des Reaktorkühlmittels des geplanten Kernkraftwerks entwickeln, liefern, montieren und in Betrieb nehmen. Der Auftragswert beträgt GBP 75 Mio. (CHF 111 Mio.).

(Quelle: M.A. nach EDF Energy, Medienmitteilung, 24. September 2015)

Weitere Nachrichten zu Hinkley Point C:

Kreditgarantie für britische Atomkraft

Umweltschützer warnen, Finanzanalysten raten ab und Klagen sind auch anhängig. Doch die britische Regierung will das AKW Hinkley Point C.

Die britische Regierung will chinesische Investoren mit einer Kreditgarantie für das neue Atomkraftwerk Hinkley Point C ködern. Schatzkanzler George Osborne unterzeichnete während seines fünftägigen China-Besuchs am Montag eine Vereinbarung mit den Atomfirmen China General Nuclear Corporation (CGH) und China National Nuclear Corporation (CNNC) über zwei Milliarden Pfund.

Atomkraft spiele ebenso wie Schiefergas, das durch Fracking gewonnen wird, eine wichtige Rolle bei der britischen Energie-Mischung, sagte Osborne und fügte hinzu: „Deshalb ist es mir eine besondere Freude, heute diese Garantie für Hinkley Point abzugeben und hier in China über die Investitionen in die britische Atomindustrie zu sprechen.“ (...)

Großbank stellt Hinkley Point C in Frage

Analysten der Großbank HSBC haben die Neubaupläne für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C in Frage gestellt. Wie die britische Zeitung The Independent berichtet, sind die Analysten der Ansicht, dass die Stromproduktion mit dem Kraftwerk zu teuer wird.

(Quelle: klimaretter.info/em)

[1] Tochtergeselschaft der Electricité de France
[2] Hinkley Point C PDF von Greenpeace lesen
(Quelle: spreadnews aktuell)

Fukushima

Eine Gruppe von Wissenschaftlern, darunter Experten der Universität Nagoya, geht nach Myonen-Scans von Reaktor 2 davon aus, das zwischen 70 und 100 Prozent der Brennelemente im Reaktor geschmolzen sind.

Der Vergleich mit dem intakten Reaktor 5 zeige, dass in Reaktor 2 nur noch geringe Menge an Brennelementen lokalisierbar waren. Erste Hinweise auf eine umfassende Kernschmelze in Reaktor 2 hatten bereits Untersuchungen im März geliefert.

Internationales Uranium Film Festival - Berlin 2015

DAS GLOBALE FILMFESTIVAL DES ATOMAREN ZEITALTERS

Das Internationale Uranium Film Festival ist das weltweit einzige Festival, das sich dem Thema Radioaktivität und der gesamten atomaren Brennstoffkette gewidmet hat: Vom Uranbergbau bis zum Atommüll; von der Atombombe bis zum atomaren Unfall; von Hiroshima bis Fukushima; von Nuklearmedizin bis zur Bestrahlung von Lebensmitteln.

Radioaktivität ist unsichtbar, hat keinen Geschmack, keine Farbe, keinen Geruch. Film ist das beste Medium, um diese unsichtbare Gefahr sichtbar zu machen. Und ein Filmfest ist das beste Mittel, um diese Filme zu einem breiten Publikum zu verhelfen. „Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“, schrieb Philosoph George Santayana. Der von Atombomben ausgelöste Horror von Hiroshima oder Nagasaki, atomare Unfälle wie Tschernobyl oder Fukushima oder die schrecklichen Folgen von Uranmunition im Irak oder auf dem Balkan dürfen nicht in Vergessenheit geraten.

(Quelle: taz)

Lingen

AKW-Gegner wollen am Montag vor der Brennelementefabrik in Lingen demonstrieren. Die versorgt die Branche weltweit.

Der bizarrste Fehler des Atomausstiegs

Atomkraftgegner und Umweltschützer protestieren am kommenden Montag vor der maroden Atombrennelementefabrik in Lingen im Emsland. Die Anlage beliefere „Atomkraftwerke in der ganzen Welt mit Treibstoff“, sagt Clara Tempel vom Jugendnetzwerk für politische Aktionen (JunepA). Die Aktivisten planten, die einzige Zufahrtsstraße des Werks zu blockieren. „Wir wollen bewusst in den Betriebsablauf eingreifen.“ (...)

Die Brennelementeproduktion in Lingen steht für den wohl bizarrsten Fehler des deutschen Atomausstiegs. Wie die Urananreicherungsanlage (UAA) im benachbarten Gronau verfügt sie über eine unbefristete Betriebsgenehmigung (...)

Taz Artikel: Der bizarrste Fehler des Atomausstiegs

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