Anti-Atom-Berlin


(Quelle: taz/deutschlandfunk)

Literaturnobelpreis

„Für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“, bekommt die weißrussische Autorin Swetlana Alexijewitsch (67) in diesem Jahr den Literaturnobelpreis. Das gab die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekannt. Alexijewitsch ist erst die 14. Frau, die die Auszeichnung gewinnt, die als wichtigster Literaturpreis der Welt gilt. (...)

Die EDF Energy plc (1) hat zwei weitere britische Unternehmen als bevorzugte Anbieter für den Bau der zwei geplanten Kernkraftwerkseinheiten am Standort Hinkley Point C (2) ausgewählt.

Die EDF Energy erteilte zwei neue Aufträge in der Höhe von insgesamt über GBP 100 Mio. (CHF 148 Mio.). Die Rolls-Royce Holdings plc soll für über GBP 25 Mio. (CHF 37 Mio.) Wärmetauscher für das Kernkraftwerk Hinkley Point C liefern. Zudem soll eine Partnerschaft zwischen der Rolls-Royce und der Nuvia Ltd. zwei Systeme für die Behandlung und Abfallverarbeitung des Reaktorkühlmittels des geplanten Kernkraftwerks entwickeln, liefern, montieren und in Betrieb nehmen. Der Auftragswert beträgt GBP 75 Mio. (CHF 111 Mio.).

(Quelle: M.A. nach EDF Energy, Medienmitteilung, 24. September 2015)

Weitere Nachrichten zu Hinkley Point C:

Kreditgarantie für britische Atomkraft

Umweltschützer warnen, Finanzanalysten raten ab und Klagen sind auch anhängig. Doch die britische Regierung will das AKW Hinkley Point C.

Die britische Regierung will chinesische Investoren mit einer Kreditgarantie für das neue Atomkraftwerk Hinkley Point C ködern. Schatzkanzler George Osborne unterzeichnete während seines fünftägigen China-Besuchs am Montag eine Vereinbarung mit den Atomfirmen China General Nuclear Corporation (CGH) und China National Nuclear Corporation (CNNC) über zwei Milliarden Pfund.

Atomkraft spiele ebenso wie Schiefergas, das durch Fracking gewonnen wird, eine wichtige Rolle bei der britischen Energie-Mischung, sagte Osborne und fügte hinzu: „Deshalb ist es mir eine besondere Freude, heute diese Garantie für Hinkley Point abzugeben und hier in China über die Investitionen in die britische Atomindustrie zu sprechen.“ (...)

Großbank stellt Hinkley Point C in Frage

Analysten der Großbank HSBC haben die Neubaupläne für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C in Frage gestellt. Wie die britische Zeitung The Independent berichtet, sind die Analysten der Ansicht, dass die Stromproduktion mit dem Kraftwerk zu teuer wird.

(Quelle: klimaretter.info/em)

[1] Tochtergeselschaft der Electricité de France
[2] Hinkley Point C PDF von Greenpeace lesen
(Quelle: spreadnews aktuell)

Fukushima

Eine Gruppe von Wissenschaftlern, darunter Experten der Universität Nagoya, geht nach Myonen-Scans von Reaktor 2 davon aus, das zwischen 70 und 100 Prozent der Brennelemente im Reaktor geschmolzen sind.

Der Vergleich mit dem intakten Reaktor 5 zeige, dass in Reaktor 2 nur noch geringe Menge an Brennelementen lokalisierbar waren. Erste Hinweise auf eine umfassende Kernschmelze in Reaktor 2 hatten bereits Untersuchungen im März geliefert.

Internationales Uranium Film Festival - Berlin 2015

DAS GLOBALE FILMFESTIVAL DES ATOMAREN ZEITALTERS

Das Internationale Uranium Film Festival ist das weltweit einzige Festival, das sich dem Thema Radioaktivität und der gesamten atomaren Brennstoffkette gewidmet hat: Vom Uranbergbau bis zum Atommüll; von der Atombombe bis zum atomaren Unfall; von Hiroshima bis Fukushima; von Nuklearmedizin bis zur Bestrahlung von Lebensmitteln.

Radioaktivität ist unsichtbar, hat keinen Geschmack, keine Farbe, keinen Geruch. Film ist das beste Medium, um diese unsichtbare Gefahr sichtbar zu machen. Und ein Filmfest ist das beste Mittel, um diese Filme zu einem breiten Publikum zu verhelfen. „Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“, schrieb Philosoph George Santayana. Der von Atombomben ausgelöste Horror von Hiroshima oder Nagasaki, atomare Unfälle wie Tschernobyl oder Fukushima oder die schrecklichen Folgen von Uranmunition im Irak oder auf dem Balkan dürfen nicht in Vergessenheit geraten.

(Quelle: taz)

Lingen

AKW-Gegner wollen am Montag vor der Brennelementefabrik in Lingen demonstrieren. Die versorgt die Branche weltweit.

Der bizarrste Fehler des Atomausstiegs

Atomkraftgegner und Umweltschützer protestieren am kommenden Montag vor der maroden Atombrennelementefabrik in Lingen im Emsland. Die Anlage beliefere „Atomkraftwerke in der ganzen Welt mit Treibstoff“, sagt Clara Tempel vom Jugendnetzwerk für politische Aktionen (JunepA). Die Aktivisten planten, die einzige Zufahrtsstraße des Werks zu blockieren. „Wir wollen bewusst in den Betriebsablauf eingreifen.“ (...)

Die Brennelementeproduktion in Lingen steht für den wohl bizarrsten Fehler des deutschen Atomausstiegs. Wie die Urananreicherungsanlage (UAA) im benachbarten Gronau verfügt sie über eine unbefristete Betriebsgenehmigung (...)

Taz Artikel: Der bizarrste Fehler des Atomausstiegs

Weitere Infos:

(Quelle: sputniknews.com)

Teheran

Teheran und Moskau einigten sich auf den Bau von zwei neuen Atomkraftwerken im Iran.

„Die Projekte der beiden Kraftwerke liegen bereits vor. Derzeit wird nach dem Standort für das zweite iranische AKW gesucht. Der Grundstein des Atomkraftwerks Buschehr-2 soll bis zum 20. März 2016 gelegt werden. Baubeginn für das dritte Kraftwerk ist zwei Jahre nach der Inbetriebnahme von Buschehr-2 geplant“, sagte Salehi 1

 
[1] iranischer Atomchef Ali Akbar Salehi
(Quelle: scharf-links.de - Aarhus Konvention Initiative )

AKW Chmelnizki

Betreiber verklagt Atomkraftgegner - weil sie die Wahrheit sagen über den Zustand der AKW

Am 28. August gab es wieder einmal einen Zwischenfall in einem der Schrottreaktoren in der Ukraine. Radioaktives Wasser war im AKW Chmelnizki 275 Kilometer westlich von Kiew am frühen Freitagmorgen ausgetreten, erklärte das staatliche Unternehmen Energoatom.

Es war das ukrainische AKW Tschernobyl, das 1986 weite Teile Europas bis heute verseucht hat. Nur einen Tag früher, am 27. August 2015, hatte Energoatom ukrainische Antiatomaktivisten vor Gericht gezerrt im Versuch sie zum Schweigen zu bringen, weil sie die Wahrheit über den desaströsen Zustand ukrainischer AKW sagen.  (...)

Artikel von scharf-links.de: Zwischenfall in ukrainischem AKW

(Quelle: SRF)

Uranbank

radio spreedDie Uranbank soll in Kasachstan entstehen, eingerichtet von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA.

Eine Lagerungsstätte für schwach angereichertes Uran und wird in einer Anlage in Form von Uranium-Hexafluorid bereitgehalten. Das Uran wird sich die IAEA auf dem freien Markt beschaffen und wird Staaten zur Verfügung gestellt, die es als nuklearen Brennstoff benutzen wollen. (...)

Artikel: Atomenergiebehörde eröffnet Uranbank in Kasachstan

(Quelle: happytimes.ch)

Schweiz

In der Nacht vom 17.08.2015 wurde auch das Kernkraftwerk Gösgen wegen einer Störung vom Netz genommen. Somit sind sämtliche Schweizer Atomkraftwerke ausgeschaltet - und werden es auch für die nächsten Tage bleiben. Strom aus dem Ausland benötigt die Schweiz trotz dem Fehlen aller AKWs nicht, die randvollen Schweizer Stauseen springen in die Bresche und produzieren umweltfreundlichen Strom nur mit der Kraft des Wassers.

Das Kernkraftwerk Gösgen hatte eine Dampfleckage im nicht-nuklearen Turbinenkreislauf und wurde deswegen ausgeschaltet. Zuerst muss die Anlage abgekühlt werden und wird danach repariert. (...)

Artikel: Seit heute Nacht ist die Schweiz Atomstrom- frei: Alle AKWs wurden ausgeschaltet!

 


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