Anti-Atom-Berlin


In der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurden heute mit großer Mehrheit vier Resolutionen verabschiedet, die ein Verbot von Atomwaffen vorantreiben sollen. Mit zwei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen stellt sich die Bundesregierung gegen den Fortschritt in der nuklearen Abrüstung.

Bereits in der Abstimmung im Ersten Ausschuss der VN-Generalversammlung im November stimmte eine große Mehrheit der Staatengemeinschaft für vier Resolutionen, die den Weg zu einer umfassenden Ächtung von Atomwaffen ebnen können. In der finalen Abstimmung im Plenum der Generalversammlung am 7. Dezember votierten jeweils zwischen 132 und 144 der 193 Mitgliedstaaten für den Start von Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot, die Anerkennung der katastrophalen humanitären Konsequenzen von Kernwaffen sowie für die ethische Verpflichtung, auf deren Abschaffung hinzuwirken. (...)

Artikel - Berlin - Pressenza Berlin:  Deutschland stimmt gegen Atomwaffenverbot

 

 

Die World Nuclear Association, fordert von den Klimadiplomaten in Paris ein „ambitioniertes Klimaabkommen“. Agneta Rising - World Nuclear Association (WNA)erklärt sinngemäß:

Um die Ziele eines ehrgeizigen Klimavertrages zu erreichen, müsse die Politik „Investitionen besonders in die Kernenergie“ fördern. Agneta Rising: „Wir brauchen 1.000 Gigawatt neuer Kernkraftkapazitäten bis zum Jahr 2050, um den Klimawandel zu bekämpfen.“

1.000 neue Gigawatt entsprechen mindestens 1.000 neuen Atomkraftwerken. Das sind mehr als doppelt so viele, wie derzeit am Netz sind.  Nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA liefern derzeit 438 Reaktoren in 31 Ländern mit einer installierten elektrischen Gesamtnettoleistung von rund 379 Gigawatt Strom.

Einer der Lügen: „Atomkraft sorgt nur für 16 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde mit einer kleinen Menge Müll, der mit größter Obacht behandelt wird - (ein Lacher...)“

Aus der Realität wissen wir aber, dieser Müll ist "ein Geschenk" einer skrupellosen kriminellen Atomlobby, an zuküftige Generationen und die Folgen des Atommülls werden unverantwortlich
unserer Gesellschaft überlassen, während dessen die Atomlobby und Atomwirtschaft ihre Profite abschöpft und keinen Funken Verantwortung besitzt.  (...)

(Quelle: china.org)

China

Bis 2030 soll die Zahl der Atomreaktoren auf 110 verdoppelt werden. Gebaut werden sollen die neuen Kernkraftwerke mit eigener Technologie.

Nach Angaben der Nationalen Energiebehörde sind in China aktuell 22 Atomreaktoren in Betrieb. Weitere 26 befinden sich im Bau. Bis zum Jahr 2030 sollen landesweit 110 Reaktoren Strom erzeugen. Die Volksrepublik wäre damit einer der weltgrößten Nutzer von Kernenergie.

Im Entwurf für den 13. Fünfjahresplan von 2016 bis 2020 wird die Gesamtleistung von Chinas Atomkraftwerken bis Ende 2020 auf 88 Gigawatt geschätzt. (...)

Artikel: China will 110 Atomreaktoren bis 2030

(Quelle: schweiz-magazin)

Atommüll-Endlager

Am vergangenen Sonntag ist ein "Nuklearfeuer" in einem unterirdischen Endlager für atomare Abfälle in der Nähe von Las Vegas ausgebrochen, berichtet das Las Vegas Review-Journal.

Ein 40 Sekunden dauerndes Video zeigt Explosionen in einem staatlichen unterirdischen Lager für radioaktiven Abfälle. Man erkennt weissen Rauch der aus dem Boden dringt und umherfliegenden Schutt.

Das Sicherheitsteam des Staates hat beschlossen das Feuer ausbrennen zu lassen, anstatt zu versuchen es zu löschen. Man hat Angst davor, dass der Einsatz von Wasser das Problem verschärfen könnte.

Der örtliche Feuerwehrchef Peter Mulvihill sagte am Dienstag, die Ermittler wüssten noch nicht was die Ursache der "energetischen Verbrennung" sei. Die Flammen unter der Erdoberfläche hätten dazu geführt, dass alles verbrannt und sehr heiss sein würde. (...)

Artikel: Explosionen in Atommüll-Endlager

(Quelle: Tagesspiegel, Harald Schumann)

Atomlobby - Politik und ihre schmutzigen Tricks

Atomkonzerne sollen für den Rückbau Rücklagen bilden. Doch Sigmar Gabriels „Stresstest“ für die Betreiber war gar keiner. Textauszüge aus dem Kommentar von Harald Schumann (tagesspiegel)

Für Probleme, deren Bearbeitung gerade nicht opportun ist, kennt die Politik ein bewährtes Mittel: Man beauftragt Experten mit der Erstellung eines Gutachtens und rechtfertigt mit der Expertise weitere Untätigkeit. Wie so ein Ablenkungsmanöver funktioniert, dafür lieferte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel jüngst ein wahres Lehrstück ab. Anlass dafür ist einmal mehr das radioaktive Erbe der Atomkraft. Robert Jungk, beschrieb das in etwas so:

...der strahlende Müll lege „eine Giftspur durch die Jahrtausende“ und werfe den „Schatten einer Sorge, die niemals weichen wird"

(Quelle: umweltFAIRaendern.de)

Atommülllager für hochradioaktiven Abfall

Der Neubau eines Atommülllagers für hochradioaktiven Abfall könnte laut einem NDR-Bericht bei den EnergieWerkenNord (EWN) in der Nähe von Lubmin/Greifswald anstehen.

Anlass dafür sind Sicherheitsmängel des existierenden Castor-Lagers. Einen Antrag für entsprechende sicherheitserhöhende Nachrüstmaßnahmen der bisherigen Lagerhalle 8 musste der Betreiber vor wenigen Wochen zurückziehen. Vier Jahre lang hatte der Betreiber vergeblich versucht, die erforderlichen Sicherheitsstandards durch Umrüstmaßnahmen zu erreichen. Dieser Versuch war aber gescheitert, so dass es nun zu einem Neubau kommen könnte.

Bestätigen wollten weder der Betreiber noch das Bundesamt für Strahlenschutz derartige Pläne. Einzelheiten sind aufgrund des Geheimschutzes im Bereich der Terrorabwehr nicht zu erfahren. Das Bundesamt für Strahlenschutz als Genehmigungsbehörde betont, dass die Sicherheit derzeit mit „temporären Maßnahmen“ gewährleistet sei. (...)

umweltFAIRaendern-de: Fehlender Terrorschutz: Neues Atommülllager für hochradioaktiven Abfall in Lubmin/Greifswald?

(Quelle: taz)

Japan

Nach Fukushima-Katastrophe in Japan

Zweiter Atomreaktor am Netz

Knapp ein Viertel der Energie soll in Japan künftig wieder aus Atomstrom kommen. Ein weiterer Reaktor wurde wieder hochgefahren – trotz Protest.

TOKIO afp | Viereinhalb Jahre nach der Kraftwerkskatastrophe von Fukushima ist in Japan am Donnerstag ein zweiter Atomreaktor wieder ans Netz gegangen. Im Kraftwerk Sendai rund tausend Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tokio sei der zweite Reaktor am Vormittag hochgefahren worden, teilte der Betreiber Kyushu Electric Power mit. In der Anlage war bereits Mitte August der erste Reaktor wieder angefahren worden. (...)

Artikel: taz - Zweiter Atomreaktor am Netz

(Quelle: ärztezeitung-de)

Fukushima

Ein verstrahlter, an mehreren Krebsarten erkrankter Ex-Angestellter klagt auf 480.000 Euro Schadenersatz.

FUKUSHIMA/SAPPORO/TOKIO. Im Nachgang zur Havarie des nordostjapanischen Atomkraftwerks Fukushima Daiichi am 11. März 2011 verklagt nun erstmals ein früherer Arbeiter der Betreiberfirma Tokyo Electric Power Company (Tepco) den Atomkonzern und ein Subunternehmen, nachdem bei ihm mehrere Krebserkrankungen diagnostiziert wurden.

Darauf weist die atomkritische Organisation Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) unter Berufung auf entsprechende japanische Medienberichte hin. Demnach hatte der 57-jährige Mann rund um die havarierten Atomreaktoren Aufräumarbeiten durchgeführt. Bei dem Schadenersatzprozess vor dem Bezirksgericht in Sapporo gehe es um 65 Millionen Yen (rund 480.000 Euro). (...)

Artikel: Erkrankter Mitarbeiter klagt gegen Tepco

Investoren bekommen bei Hinkley Point C wegen Österreichs Klage kalte Füße

Die von Österreich gegen das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point C eingebrachte Klage zeigt Wirkung. Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's haben angekündigt, die Kreditwürdigkeit des französischen Energiekonzerns EDF im Falle einer Investition in Hinkley Point herunterzustufen, da die wirtschaftlichen Risiken bei einer juristischen Niederlage gigantisch sind. Außerdem ist durchgesickert, dass die chinesischen Firmen statt 50 Prozent nur noch eine Beteiligung von 30 Prozent wollen. Das schafft massive Probleme für den einzigen verbliebenen Investor EDF.“ (...)


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