Anti-Atom-Berlin


Im Süden Japans ist am Freitag der Vulkan Sakurajima ausgebrochen, er ist etwa 50 Km entfernt von dem AKW Sendai. Japans Regierung hatte im vergangenen Jahr trotz Proteste zwei Reaktoren wieder hochfahren lassen. Der Vulkan Sakurajima ist einer der aktivsten Vulkane des Landes und Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Ländern weltweit. (Quelle: greenpeace)

Dienstag, den 26. Jan. 2016:  Am zukünftigen Atommüll-Endlagerstandort in Bure, hat es durch einen Erdrutsch in einer unterirdischen Galerie einen Toten und einen Schwerverletzten gegeben.

Am 15. Mai 2002 geschah bereits ein Arbeitsunfall für das Projekt Cigeo. Ein junger Mann von 33 Jahren war während der Ausgrabung von einer der beiden Zugangsschächte in 226 Metern gestorben. Sein Name war Eric Joly.

In Bure ist bislang ein sogenanntes unterirdisches "Labor" existent (dort ereignete sich der Unfall) in dem archäologische Untersuchungen und Bauarbeiten für das eigentliche atomare Endlager für mittel – und hochradioaktiver Abfälle (das noch nicht genehmigt ist) stattfinden. Das Projekt heißt CIGEO (centre industriel de stockage géologique).

Die Erde wird in der ganzen Gegend insbesondere in der Nähe des "Labors" und von dem ehemaligen Bahnhof Luméville (dort wo die CASTOR-Bahn gebaut werden soll) unterirdisch durchwühlt. Die Regierung hat inzwischen öffentlich bekannt gegeben, dass CIGEO 25 Milliarden Euro kosten wird. EDF/AREVA sagen 20 Milliarden, die ANDRA, die für die Umsetzung von CÌGEO zuständig ist, sagt 34 Milliarden.  (Quelle: cattenom-non-merci)

Entsorgungskommision räumt Entsorgungsdilemma ein:

„In einer Stellungnahme, die sie für die Endlagerkommission des Deutschen Bundestages erarbeitet hat, konstatieren die Berater des Bundesumweltministeriums nüchtern, dass Castor-Behälter bis zu 100 Jahren gelagert werden müssen, bis ein Endlager bereit steht. Zugelassen sind jedoch nur Zwischenlagerzeiten bis zu maximal 40 Jahren."

BI  Lüchow-Dannenberg hierzu:

Aus Zwischenlagern werden Dauerlager. Das sieht inzwischen auch die Entsorgungskommission (ESK) so. In einer Stellungnahme, die sie für die Endlagerkommission des Deutschen Bundestages erarbeitet hat, konstatieren die Berater des Bundesumweltministeriums nüchtern, dass Castor-Behälter bis zu 100 Jahren gelagert werden müssen, bis ein Endlager bereit steht. Zugelassen sind jedoch nur Zwischenlagerzeiten bis zu maximal 40 Jahren. In Gorleben beispielsweise, so erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), läuft die Betriebserlaubnis 2034 aus. (...)

Vollständiger Text: BI Lüchow-Dannenberg - Atommülldesaster offen eingeräumt

(Quelle:GLOBAL 2000)

AKW Sendai

Der japanische Atomkraftwerkesbetreiber Kyushu Electric teilte mit, dass es beim Wiederanfahren des seit 2011 stillstehenden Reaktor 1 im AKW Sendai zu einer Panne im Sekundärkreislauf gekommen ist.

Der japanische Atomkraftwerksbetreiber Kyushu Electric teilte heute mit, dass es beim Wiederanfahren des seit vier Jahren stillstehenden Reaktor 1 im AKW Sendai zu einer Panne im Sekundärkreislauf gekommen ist - Meerwasser scheint durch ein Loch im Kondensator in den Kühlkreislauf eingetreten zu sein. Dadurch wurde die geplante Leistungssteigerung des Reaktors vorerst gestoppt.

"Die Probleme beim Wiederanfahren des Reaktors waren laut Ingenieuren genauso vorhersehbar wie die Probleme, die bei einem starken Ausbruch des Vulkans Sakurajima der nur 50 Kilometer entfernten Anlage drohen würden", so Reinhard Uhrig, Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. "Wir fordern die sofortige Abschaltung des Reaktors und die Überprüfung des beschädigten Kondensators."

(Quelle: Greenhouse Infopool)

Fukushima

Mit ersten Zugeständnissen von Fischereiverbänden kann der Betreiber des AKW Fukushima heute einen Erfolg für seine Pläne verbuchen. Deren Einzelheiten, sowie weitere Fukushima News, jetzt im Spreadnews Japan-Ticker vom 27. Juli 2015.

Erstmals zeigen Fischereiverbände der Präfektur Fukushima die Bereitschaft, der Verklappung von radioaktivem Grundwasser in den Pazifik zuzustimmen. Der Verband der Fischereikooperativen von Soma und Futaba erklärte sich grundsätzlich dazu bereit, der Einleitung von Grundwasser des Kraftwerksgeländes zuzustimmen, sofern eine ausreichende Filterung erfolge. Auch ein weiterer Verband ist gewillt, die bisherigen Vorbehalte gegen die Maßnahme des Kraftwerksbetreibers TEPCO zurückzustellen. TEPCO will an insgesamt 40 Stellen das radioaktiv belastete Grundwasser unter dem Kernkraftwerk Fukushima Daiichi heraufpumpen und filtern, bevor es in den Ozean eingeleitet wird.

Artikel: Fukushima aktuell: Erstmals Zustimmung für Verklappung von radioaktivem Grundwasser

(Quelle: derstandard.at)

Areva

Areva muss sich von seinem Kerngeschäft, dem Bau und Betrieb von Reaktoren, trennen.

Paris - Die Halbwertszeit von Ruhm, Prestige und Nationalstolz beträgt 14 Jahre. So lange existiert Areva, der weltgrößte Atomkonzern französischer Bauart, und so lange schon dominiert er - als Einziger - die gesamte Wertschöpfungskette der Branche: Areva fördert in Niger Uran, reichert in La Hague Brennstäbe an und bereitet sie nach dem ersten Gebrauch wieder auf. Dazu bauen und unterhalten seine Ingenieure Kernkraftwerke - derzeit die Hälfte aller 440 Reaktoren auf der ganzen Welt.

Jetzt muss Areva aber in höchster Not zerlegt werden. (...)

Artikel: Areva-Zerschlagung schwächt französische Atomindustrie

Weitere Artikel:

(Quelle: srf.ch, Autor: Bruno Kaufmann)

(...) In Eurajoki, einer Gemeinde mit knapp 6000 Einwohnern an der Ostsee, nimmt man diesen Grundsatz ernst. Hier stehen seit den späten 1970er-Jahren zwei Siedewasserreaktoren sowjetischen Types. Derzeit wird mit französischer Hilfe an einem dritten AKW gebaut. Ein vierter Meiler an gleicher Stelle ist bereits in Planung.

Für 100'000 Jahre sicher gelagert

Gleichzeitig wird im Untergrund der Halbinsel Olkiluoto, auf der die Reaktoren stehen, seit Jahren an einem Endlager für hochradioaktive Abfälle gebaut. Es soll als erstes dieser Gattung im Jahr 2020 in Betrieb genommen werden.

Ein neun Kilometer langer Strassentunnel führt rund 400 Meter unter den Boden der Ostsee, wo noch in diesem Jahr mit dem Aushub vertikaler Stollen begonnen werden soll. Wenn das Endlager fertig ist, sollen dort 6000 Kupferkapseln – jeweils bis zu 25 Tonnen schwer – mit hochradioaktiven Abfälle deponiert werden. Nach Angaben der Behörden kann dort der Atommüll über 100'000 Jahre lang sicher gelagert werden. (...)

Artikel:  Finnland und Schweden wollen Atommüll unter der Ostsee lagern

(Quelle: faz.net)

Tschernobyl

Die Bundesregierung will rund 18 Millionen Euro zusätzlich für den neuen Sarkophag im zerstörten Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine geben. Für die weitere Sanierung würden 2016 bis 2019 jährlich 4,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, heißt es in den Eckwerten des Bundesfinanzministeriums für den Etat des zuständigen Bundesumweltministeriums. 1997 hatten die sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) den Aufbau eines Fonds vereinbart, um einen Sarkophag für Reaktorblock 4 zu finanzieren.

Da der bisherige Betonschutz brüchig ist, wird zum dauerhaften Schutz vor radioaktiver Strahlung eine riesige Stahlkonstruktion gebaut. Sie soll 108 Meter hoch, 162 Meter lang und 257 Meter breit werden und von der Fläche her fast dreimal so groß wie der Petersdom werden. Da zuletzt noch mehrere hundert Millionen fehlten, will Deutschland die Finanzierung des Sarkophags auch im Rahmen der derzeitigen deutschen G7-Präsidentschaft vorantreiben. (...)

FAZ Artikel: Deutschland will mehr Geld für Tschernobyl-Sanierung geben


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