Anti-Atom-Berlin


(Quelle: Mufu)

Fukushima

Die Kläger fordern mehrere Milliarden Yen Schadenersatz

tepco protestDie Evakuierten der nuklearen Katastrophe von Fukushima Daiichi und ihre Anwälte am Freitag vor dem Bezirksgericht von Chiba © KYODO

Am Freitag (29.09.2017) hat das Bezirksgericht in Chiba entschieden, dass die Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. (TEPCO) zumindest in Teilen für die Katastrophe des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi verantwortlich ist. Nun wurde die Firma auch in einem zweiten Gerichtsverfahren zu Schadensersatz verurteilt.

Die Entscheidung vom Freitag stammte aus einer Klage von 45 Personen, die gezwungen waren, aus der Präfektur Fukushima nach Chiba in der Nähe von Tokio zu fliehen. Das Gericht in Chiba hat 42 der betroffenen Personen insgesamt 376 Millionen Yen Schadensersatz zugesprochen.

(Quelle: .ausgestrahlt, Jan Becker)

Atommülllager in Bure

Die Polizei hat in mehreren lothringischen Orten Wohnungen und Treffpunkte von Aktivist*innen durchsucht, die sich gegen das geplante Atommülllager in Bure engagieren. Offenbar soll der Widerstand gegen das Atomprojekt unter Druck gesetzt werden.

Das Netzwerk für den Atomausstieg „Sortir du nucléaire“ berichtet, dass Beamte in das Widerstandszentrum „Maison de la Resistance“ in Bure, in den Bahnhof von Luméville und in mehrere Wohnsitze von Umweltaktivist*innen eingedrungen seien. Fenster und Türen wurden aufgebrochen, Scheiben der Autos und Wohnwagen rings um das Zentrum zerschlagen. Computer und Handys wurden mitgenommen. Mindestens eine Person soll wegen Widerstand gegen die Beamten in Gewahrsam genommen worden sein. (...)

Artikel: Hausdurchsuchungen bei französischen Atomkraftgegner*innen

7. Juli 2017, 122 Staaten haben am Freitagmorgen bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet.

Nach Jahrzehnten stockender Abrüstung senden sie eine klare Botschaft an die Atomwaffenstaaten: die internationale Staatengemeinschaft akzeptiert den bisherigen Sonderstatus der Atommächte nicht länger. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten.

Damit handelt künftig auch die Bundesregierung mit der nuklearen Teilhabe in der NATO und der Verfügung über US-Atomwaffen in Deutschland gegen geltendes Völkerrecht. Die Bundesregierung blieb aus diesem Grund und auf Druck der USA den Verhandlungen fern. 

» www.icanw.deAtomwaffen-endlich-verboten

Die Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig tritt am Donnerstag eine mehrwöchige Haft in Hildesheim an. Weil sie sich weigert, eine wegen einer Ankettaktion gegen sie verhängte Strafe von 1650 Euro zu zahlen muss die Aktivistin nun in Haft. Hintergrund ist die Blockade eines Transportes mit abgereichertem Uranhexafluorid 2012 auf der Bahnstrecke zwischen der Urananreicherungsanlage in Gronau und Münster.

Sie wird ihre Haft mit einer Begleitkundgebung morgen ab 12 Uhr antreten. Angemeldet wurde diese Unterstützungskundgebung von Cécile Lecomte, die sich 2016 ebenfalls weigerte eine gerichtlich verhängte Strafe wegen einer Atomtransportblockade zu bezahlen.

(Quelle: Greenpeace, Ortrun Sadik)

Fukushima

Zehn Kilometer westlich von Fukushima brennt der Wald – mitten in der am höchsten verstrahlten Zone.

Westlich des Atomkraftwerkes Fukushima erhebt sich ein kleines Küstengebirge, bestanden mit dichtem, unberührtem Zedernwald. Seit der Atomkatastrophe im März 2011 in Fukushima sind Teile des Waldes hochgradig verstrahlt, einige Gebiete gehören zur sogenannten Zone 3: der für Menschen wegen Verstrahlungsgefahr gesperrten Zone. Jetzt brennt dort der Wald. Fragen zur Situation in Japan beantwortet Shaun Burnie, Greenpeace-Experte für Atomenergie.

2017 04 Anzeige

Wir sorgen uns um die weitere Entwicklung im Atommüll-Lager Asse II, 15 km südöstlich von Braunschweig. Hier wird nicht nach dem Stand von Wissenschaft und Technik gearbeitet, obwohl in Asse II ca. 50.000 Kubikmeter Atommüll lagern, außerdem hochgiftige Stoffe. Darunter ca. 28 kg Plutonium, ca. 102 t Uran, ca. 87 t Thorium, Kernbrennstoffe und ca. 500 kg Arsen.

bure bilder

Ca. 600 Menschen versammelten sich an diesem frischen und sonnigen Vormittag und liefen zum besetzten Wald bois Lejuc. Auf dem Weg dorthin, auf Höhe des kleinen Waldstücks Chaufour, waren das „Erkundungsbergwek“ sowie weitere Flächen, die die ANDRA für das Atomklo-Projekt CIGÉO in Anspruch nehmen will, zu sehen. Der Demozug lief am Weg der früheren Demonstrationen vom Sommer 2016 entlang. Im Wald angelangt, konnten die Teilnehmer*innen das warme Essen der Volkxküche genießen und die Boden- und Baumhütten der Waldbesetzer*innen bewundern. Die Stimmung war fröhlich. 700 gelbe Stoffstreifen wurden im Wald verteilt, als Symbol des Widerstandes im Wald gegen die atomare Wüste. (...)

Hätten wir dies schon vor  25 Jahre gemacht, wäre alles anders gekommen

Ehemaliger Landwirt von Mandres en Barrois

Artikel und Medien: » Die Zäune wurden durch 20 Jahre Zorn niedergerissen

bure 2017Aktivist*innen gegen Bagger in Bure am 23.01.2017 - Quelle: vmc

Am 23. Januar hat die ANDRA (Nationalagentur zur Entsorgung von radioaktivem Müll) einen Versuch gestartet, den seit 6 Monaten durch Projektgegner*innen besetzten Wald „Bois Lejuc“ in ihrem Besitz zurückzunehmen. Mehrere Barrikaden wurden Mittels Schaufellader und Bagger der Firma Chardot zerstört. Einen Bagger steuerte Emmanuel Hance, der Chefplaner der ANDRA für die Außenaktivitäten, persönlich.

(Quelle: zeit)

Bundesverfassungsgericht

Energiekonzerne müssen für Atomausstieg entschädigt werden

atom profit(C) Harm Bengen, www.harmbengen.de

Die Betreiber von Kernkraftwerken können auf Entschädigung hoffen. Der Atomausstieg sei im Wesentlichen mit dem Grundgesetz vereinbar, urteilte das Verfassungsgericht.

Die Betreiber von Kernkraftwerken können mit Entschädigung rechnen. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden.

E.ON, RWE und Vattenfall hatten gegen den 2011 beschlossenen Atomausstieg geklagt (...)

Artikel: Bundesverfassungsgericht: Energiekonzerne müssen für Atomausstieg entschädigt werden


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