Anti-Atom-Berlin


Sechs Castorbehälter mit Atommüll aus der Wiederaufarbeitung im britischen Sellafield sollen laut Bundesregierung 2020 in das Zwischenlager am Atomkraftwerk in Biblis transportiert werden. Beförderungsgenehmigungen sind außerdem für Castor-Transporte aus Frankreich ins Zwischenlager Philippsburg beantragt. Das teilt die Bundesregierung auf eine entsprechende Frage des Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel (Fraktion DIE LINKE) mit. Weitere Transporte mit meist hochradioaktivem Atommüll aus der Wiederaufarbeitung im Ausland sollen außerdem in die Zwischenlager nach Brokdorf und Isar bei Landshut stattfinden.

„Bei diesem Atommüll geht es um in Glas verpackte, meiste hochradioaktive Abfälle aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in Frankreich und England. Insgesamt 26 Castorbehälter sollen auf die Zwischenlager in Biblis, Brokdorf und Isar bei Landshut sowie Philippburg verteilt werden. Die Transporte nach Biblis sind 2020 dann der Auftakt. Die Atomtransporte nach Brokdorf und Isar folgen laut anderen Meldungen ab 2023.

Bei den noch laufenden Genehmigungsverfahren zur Einlagerung dieser besonderen Abfälle hat die Bundesregierung keine atomrechtliche Öffentlichkeitsbeteiligung ermöglicht. Dabei gibt es berechtigte Kritik, z.B. dass vor Ort in den Zwischenlagern die Möglichkeiten zur Reparatur nicht ausreichend sind, sollten die Castor-Behälter defekt werden. Dazu könnte die Nachrüstung einer Heißen Zelle in den betroffenen Zwischenlagern erforderlich sein. Außerdem war den Bürgerinnen und Bürgern bei der Genehmigung der Zwischenlager versprochen worden, dass nur vor Ort erzeugter Atommüll eingelagert werden soll. Wieder eines der Atom-Versprechen, das nicht eingehalten wird.“

(Hubertus Zdebel, Sprecher für Atomausstieg und Mitglied im Umweltausschuss des Bundestages)

 

 

Textquelle: Atommüll: Castor-Transporte ins Zwischenlager Biblis im Jahr 2020

 

Anti-Atom-Gruppen haben November 2018 ein Positionspapier (PDF) zur Zwischenlagerung hochradioaktiver Atomabfälle veröffentlicht.

Laut INSA und Focus sollen 44,6 Prozent für längere AKW-Laufzeiten sein. Angesichts der Debatte um mehr Klimaschutz und CO2-Reduktion spricht sich fast jeder zweite Bundesbürger für längere Laufzeiten von Kernkraftwerken aus. -> Infoquelle: hasepost.de

Der Brand in der Brennelementefabrik in Lingen am vergangenen Donnerstag ist doch im nuklearen Bereich der Anlage ausgebrochen - und nicht wie es zunächst hieß, im nichtnuklearen Bereich. Das räumte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von NDR 1 Niedersachsen ein.

Am Donnerstag, 13.12.2018 wird es eine Anti-Atom-Mahnwache um 16 Uhr am Bahnhof in Lingen geben.

NDR: Lingen: Es brannte doch im nuklearen Bereich

Sieben Jahre nach dem Unglück im Atomkraftwerk Fukushima haben die meisten Länder das Verbot der Einfuhr von Lebensmitteln aus Japan wieder aufgehoben. In einer Volksabstimmung haben die Taiwaner am Wochenende entschieden, dass die Einfuhr von Nahrungsmitteln aus fünf japanischen Präfekturen auf der Insel weiter verboten bleibt. Das Einfuhrverbot war nach dem Reaktorunfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi im Jahr 2011 erlassen worden. 

(Quelle: .ausgestrahlt, von Jan Becker)

Schrottmeiler

Ausgerechnet die ältesten der alten Atommeiler haben trotz massiver Sicherheitsrisiken die Freigabe zum Wiederanfahren bekommen. Atomkraftgegner*innen sind schockiert.

Beznau 1

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) in der Schweiz hat letzte Woche den Sicherheitsnachweis für den Block 1 des Atomkraftwerks Beznau akzeptiert und grünes Licht für die Wiederinbetriebnahme gegeben. Die Anlage wurde 1969 in Betrieb genommen und ist mit ihren 49 Betriebsjahren das älteste Atomkraftwerk der Welt! Eigentlich hat kaum jemand mehr daran geglaubt, dass Beznau-1 überhaupt wieder ans Netz gehen würde. Eine gesetzliche Laufzeit-Begrenzung gibt es für die Anlage nicht. (...)

Fessenheim-2

Die französische Atomaufsicht ASN hatte dem seit Juni 2016 abgeschalteten Block 2 die Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme zum 31. März erteilt. Die Atomaufsicht hatte vor einem dreiviertel Jahr erhebliche Bedenken an der Robustheit und Sicherheit der Anlage geäußert und ordnete eine Kontrolle an. Der Grund waren bereits aus der Produktion herrührende Materialfehler an einem der drei Dampferzeuger. Die gelieferten Teile waren fehlerhaft dokumentiert. Die Atomaufsichtsbehörde (ASN) entzog später ein Prüfzertifikat.(...)

.ausgestrahlt-Blog: Grünes Licht für Schrottmeiler

(Quelle: Mufu)

Fukushima

Die Kläger fordern mehrere Milliarden Yen Schadenersatz

tepco protestDie Evakuierten der nuklearen Katastrophe von Fukushima Daiichi und ihre Anwälte am Freitag vor dem Bezirksgericht von Chiba © KYODO

Am Freitag (29.09.2017) hat das Bezirksgericht in Chiba entschieden, dass die Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. (TEPCO) zumindest in Teilen für die Katastrophe des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi verantwortlich ist. Nun wurde die Firma auch in einem zweiten Gerichtsverfahren zu Schadensersatz verurteilt.

Die Entscheidung vom Freitag stammte aus einer Klage von 45 Personen, die gezwungen waren, aus der Präfektur Fukushima nach Chiba in der Nähe von Tokio zu fliehen. Das Gericht in Chiba hat 42 der betroffenen Personen insgesamt 376 Millionen Yen Schadensersatz zugesprochen.


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