Anti-Atom-Berlin


Filmhinweis: Die Welt danach

BR-Kurzfilmnacht Internationales Festival der Filmhochschulen

welt-danach-Asse-1Die Strahlenschützerin LISA (36) ist verantwortlich für die Durchführung der Bergungsarbeiten der Atommüllfässer aus dem Zwischenlager Asse II. Schon seit Jahren tritt Grundwasser ein, welches droht die Einlagerungskammern zu zerstören und radioaktiv verseucht in die Wasserversorgungskette der umliegenden Bevölkerung zu gelangen.

Diese Aufgabe ist für sie eine große Herausforderung und bringt sie an den Rand ihrer Kräfte. Sie will ihren Job kündigen, um mehr Zeit für ihrer Familie zu haben, doch als die Probebohrung das Ausmaß der Gefahr für Umwelt und Bevölkerung ans Licht bringt, muss sie sich zwischen der Verantwortung für ihre Familie und der Verantwortung ihres Berufs entscheiden.

(Quelle: taz, von Stefan Reinecke)

Berlinale 2012

Fukushima, mon amour

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Drei Filme aus Japan zeigen, wie die Gesellschaft auf die Katastrophe in Fukushima reagiert: mit Trauer und Resignation, weniger mit Wut.

Ein bedächtiger Panoramaschwenk zeigt eine Küste, die zu einer Mülllandschaft geworden ist. Man soll die Trümmerberge, die der Tsunami am 11. März 2011 hinterlassen hat, genau anschauen können. Dann sieht man blühende Kirschbäume. Ein Bild wie ein Stilleben. Man hört Vogelgezwitscher, die Inszenierung lässt viel Zeit, um Bild und Töne wirken zu lassen. Und zu verstehen, was fehlt: Menschen. Es ist Frühling, aber niemand wird diesen Frühling in der geräumten 20-Kilometer Zone um Fukushima erleben.

Mit diesem Kontrast von Katastrophe und scheinbarem Idyll beginnt der Essayfilm "No Man`s Zone", eine kluge Reflexion über Bilder von sichtbaren und unsichtbarem Unglück. Lange sieht man verlassenen Landschaften und leere Straßen, mal eine Kuhherde neben einem Strommast. Dazu sind im off Geschichten von Evakuierten zu hören. Stimmen ohne Körper, wie von Geistern, dazu Bilder von Geisterstädten. Mit dem Fall-out ist etwas auseinander gefallen. (...)

Artikel: http://www.taz.de/Japanische-Dokumentarfilme-auf-Berlinale/... 

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Majak war die erste Anlage zur industriellen Herstellung spaltbaren Materials in der Sowjetunion. Durch zahlreiche Unfälle und die wiederholt bewusste Freisetzung von Radioaktivität wurden in den vergangenen Jahrzehnten 272.000 Menschen hohen, gesundheitsschädlichen Strahlendosen ausgesetzt. Die Region gilt heute als eines der am stärksten verstrahlten Gebiete der Welt. Heute werden immer noch radioaktive Brennstäbe nach Majak gebracht und weiterhin verseuchen radioaktive Abwässer die Umgebung.(...)

Video ansehen:

Verseuchtes Land - Die Atomfabrik Majak  from autofocus videowerkstatt

YELLOW CAKE - Die Lüge von der sauberen EnergieQuelle: Pressetext, Filmverleih

KINOTIPP

YELLOW CAKE - Die Lüge von der sauberen Energie

Produktionszeitraum 2005–2010
108 Minuten, 35 mm, Dolby

Die Langzeitdokumentation widmet sich dem Anfang der atomaren Kette, dem Uranerzbergbau. Er ähnelt einer Terra incognita, denn seit fünfundsechzig Jahren bedeckt ihn ein Geflecht aus Lüge, Geheimhaltung und Desinformation.

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