Anti-Atom-Berlin


(Autor: Arslan Yilmaz)

NAPro

Öffentliche Übergabe von Zehntausenden Einwendungen gegen das Nationale-Atommüll-Programm (NAPro) - 28.05.2015

Übergabe der EinwendungenÜbergabe der Einwendungen (Foto: Arslan Yilmaz)Mehr als 70 Schacht-Konrad-Gegnerinnen aus Salzgitter versammelten sich am 28.5.15 um 10.30 Uhr am S-Bhf Potsdamer Platz und protestierten gemeinsam mit den Berliner Umweltaktivistinnen gegen das Nationale-Atommüll-Programm (NAPro). Sie hielten eine kurze Auftaktkundgebung dort ab, informierten die Passanten über ihr Anliegen und zogen um 10.45 Uhr mit Atomfässern und großen Transparenten zum Umweltministerium. Dort warteten sie mit einem Ohren betäubenden Trillerpfeifen-Konzert auf den Staatssekretär Jochen Flasbarth.

Die Demonstranten empfingen ihm um 11 Uhr mit einem lauten Protest. Er kam in einer Delegation des Umweltministeriums und hörte den Redebeiträgen der Protestierenden aufmerksam zu. Frank Klingebiel (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter, Ulrich Löhr, Vorsitzender des Landvolks im Braunschweiger Land, Ursula Schönberger, von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD und Matthias Wilhelm, 2. Bevollmächtiger der IG Metall Salzgitter-Peine und ein Sprecher der Organisation BUND hielten Reden.

Matthias Wilhelm von der IG Metall Salzgitter-Peine sagte zusammenfassend: Das Vorhaben der Bundesregierung, Schacht Konrad Endlager zum Atommüll zu machen, konfrontiert sie mit großen öffentlichen Protesten und wächst über Salzgitter hinaus. Die Firmen, Gewerkschaftler, Kirchen, Arbeitnehmer, Bürgerinnen bündeln ihre Kräfte und beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge und Wut im Bauch.

Das VW-Unternehmen sagt zurecht, „wer kauft unsere verstrahlten Autos in der Zukunft weiter ". Die große Anzahl von Unterschriften verdeutlicht diesen Zustand. Das ist in Euren Händen, diese Wutbürger aus der Region zu überzeugen und zu beruhigen. Wir wissen, dass ein Endlager unbedingt nötig ist. Es gibt aber in der Region öffentliche Bedenken, dass Salzgitter dafür nicht geeignet ist. Es soll eine vernünftige Lösung gefunden werden, wenn ein Endlager unverzichtbar ist. Das Umweltministerium muss unsere Forderungen, die in diesen Tausend Unterschriften mit formuliert worden sind, ernst nehmen. Sonst besuchen wir dieses Amt nächstes Mal mit den zahlreichen Betroffenen also Bürgerrinnen dieser Region."

Danach wurden 68.139 Unterschriften und Stellungnahmen gegen das Nationale-Atommüll-Programm (NAPro) an den BMUB-Staatssekretär Flasbarth übergeben.

Ein Vertreter des "Bundesamt für Strahlenschutz aus Salzgitter überreichten Herrn Flasbarth ihre eigene Einwände. Staatssekretär Jochen Flasbarth hielt nach der Übergabe der Unterschriften eine kurze Rede, bedankte sich für den Besuch und die Unterschriften. Er sagte, dass diese Sensibilität der Bürger vor Ort zeige, dass eine konstruktive Diskussion über Schacht Konrad geführt und der Ort Schacht Konrad als Endlager -seiner Meinung nach- geprüft werden solle. Er versicherte, dass sie in der nächsten Zeit wegen dieser Problematik oft nach Salzgitter kommen werden, um eine fachliche und sachliche Entscheidung über Schacht Konrad zu treffen.

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