Anti-Atom-Berlin


aaa 260-261

Nr. 260-261
Castor 2.0 
17
80 Seiten Oktober 2016
Preis: 6,00 EUR

anti atom aktuell

News

Asse II: Verfüllung kann Atommüll fluten

2017 04 Anzeige

Wir sorgen uns um die weitere Entwicklung im Atommüll-Lager Asse II, 15 km südöstlich von Braunschweig. Hier wird nicht nach dem Stand von Wissenschaft und Technik gearbeitet, obwohl in Asse II ca. 50.000 Kubikmeter Atommüll lagern, außerdem hochgiftige Stoffe. Darunter ca. 28 kg Plutonium, ca. 102 t Uran, ca. 87 t Thorium, Kernbrennstoffe und ca. 500 kg Arsen.

Demnächst will das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen Stollen auf der 750 m-Sohle komplett mit Sorelbeton verfüllen, die „2. südliche Richtstrecke nach Westen“. Dieser Stollen führt vor den verschlossenen Atommüll-Einlagerungskammern entlang.
In diesem Stollen werden gegenwärtig an verschiedenen Stellen teilweise radioaktiv kontaminierte Salzlösungen („Laugen“) aufgefangen. Diese stammen vermutlich aus dem Laugenzufluss von 12 m³ täglich und haben wohl den Atommüll in den Kammern durchflossen. Täglich wird neben 20 bis 30 Litern radioaktiver Lauge auf dieser Sohle auch etwa ein halber Kubikmeter an Lauge aufgefangen, die noch nicht kontaminiert ist. Wenn der betreffende Stollen verfüllt wird, könnten etwaige neue Laugenzuflüsse nicht mehr aus den Kammern abfließen, also auch nicht mehr gefunden und abgepumpt werden.

Daher droht die schleichende Flutung des Atommülls auf der 750 m-Sohle. Die Asse 2-Begleitgruppe hat vielfach versucht, den Betreiber oder die Aufsichtsbehörden dazu zu bewegen, auf die formulierte wissenschaftliche Kritik an diesem Vorhaben im Genehmigungsverfahren einzugehen und dort begründet zu dokumentieren.

Bislang ohne Erfolg, siehe: Krupp Auswertung BfS Antragstellung

 

 

Wir fordern:

  1. Alle Arbeiten im Bergwerk in ihren Auswirkungen auf die Rückholung abwägen und dokumentieren! Der Betreiber muss endlich eine detaillierte Planung für die Rückholung des Atommülls vorlegen!
  2. Die »2. südliche Richtstrecke nach Westen auf der 750 m-Sohle« offen halten und pflegen, solange ausreichende Bergsicherheit gegeben ist!
  3. Das Notfallkonzept revidieren: Atommüll muss möglichst trocken gehalten werden, Durchnässung und Auflösung dürfen nicht billigend in Kauf genommen werden! Kommt zu den Kundgebungen, lauft mit uns den Weg vom Kanzleramt zum Umweltministerium, unterstützt unsere Forderungen

Weitere Infos:

(Aktionstext: http://www.asse-watch.de)

 

Unser Terminhinweis: Asse-Demo in Berlin


© 2010 - 2017 Anti-Atom-Berlin