Anti-Atom-Berlin


Aktionen

Bootsfahrt für einen europaweiten Atomausstieg

Bootsfahrt der Freiburger Gruppe, über Karlsruhe, Mainz, Koblenz, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Münster nach Berlin

3 boot w fessenheim zugeschn aBoot am Bootsanleger, Regierungsviertel Zu Beginn der Sitzungswoche am Montag, 30. Mai 2016 lud das Aktionsbündnis für einen europaweiten Atomausstieg aus Süddeutschland alle Abgeordnete des deutschen Bundestags, insbesondere aber diejenige Südbadens zu einer Bootstour auf das Boot Heidelberg ein. Das Bündnis wurde hierbei von Anti Atom Berlin unterstützt. Die Heidelberg lag am Paul-Löbe-Haus vor Anker und machte mehrmals die Leinen los, um zu einer Spreetour durch das Regierungsviertel aufzubrechen und die teilnehmenden Abgeordneten auf die Dringlichkeit eines europaweiten Atomausstiegs hinzuweisen. Die Freiburger Aktivisten machten deutlich:
„Vom Dreyeckland am Oberrhein kommen wir aus Sorge vor einem Super-Gau des AKW Fessenheim. Täglich bangen wir um unser Leib und Leben, unser Hab und Gut! Ein für Deutschland und Europa folgenschwerer Unfall des AKWs, auch aller anderer überalterter AKWs der Nachbarländer muss unbedingt verhindert werden! Darüber suchen wir das Gespräch mit Ihnen.“
Die Freiburger Gruppe startete am 24. Mai in Breisach mit ihrem Boot und fuhr über mehrere Stationen vorbei an maroden Atommeilern über Karlsruhe, Mainz, Koblenz, Köln, Düsseldorf, Duisburg, Münster nach Berlin.

 

Hier kamen mehrere Abgeordnete an Bord, so Sylvia Kotting-Uhl, MdB und die atompolitische Sprecherin der Grünen, Elvira Drobinski-Weiss, Abgeordnete des Wahlkreises Offenburg und verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Rita Schwarzelühr-Sutter ,MdB und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Den BesucherInnen wurde eine Dokumentensammlung „Die vorhergesehene Fessenheim-Katastrophe“ und die 10 Freiburger Forderungen überreicht, hinter denen Anti Atom Berlin auch steht.

Link zur Dokumentensammlung:
» Doku: Die vorhergesehene Fessenheim Katastrophe

Forderungen des Aktionsbündnisses
im Dreyeckland am Oberrhein
an die Bundesregierung Deutschland im Mai 2016
für einen europaweiten Atomausstieg!

Sie wissen um die akute atomare Gefahr für Deutschland und Europa!
Übernehmen und tragen Sie Ihre Verantwortung und verhindern Sie die drohende Katastrophe!
Treten Sie entschieden ein für die

  1. Abschaltung von allen überalterten grenznahen AKWs Beznau, Fessenheim, Cattenom, Doel, Tihange, Temelin
  2. und deren Untersuchung durch eine unabhängige Expertenkommission mit Offenlegung der Ergebnisse
  3. regelmäßige Untersuchung aller europäischen AKWs, deren Laufzeit überschritten ist, durch eine unabhängige Expertenkommission.
  4. keine weitere Herstellung und Lieferung von Brennelementen fürs Ausland (z.B. an AKW Fessenheim und AKW Cattenom)
  5. konsequenter, forcierter Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland
  6. engagierte Revision des Euratom-Vertrages im Sinne des europaweiten Atomausstiegs oder Austritt aus dem Euratom-Vertrag
  7. kein Neubau von Atomkraftwerken in Europa
  8. keine Stationierung von Atomwaffen in Deutschland
  9. ernsthafte Suche nach einem Endlager für 1 Million Jahre Sicherheit
  10. Förderung der Entwicklung und des Ausbaus der erneuerbaren Energien!

Liste der Unterzeichner:

AGUS Markgräflerland e.V.
Aktionsbündnis Fessenheim stilllegen. JETZT!
AWC Deutschland e.V.
Fukushima nie vergessen e.V.
IPPNW
FESA e.V.,
Nie Wieder AKW Region Basel
und andere
verantwortlich:
www.fukushima-nie-vergessen.de

Bilder:
https://fukushimanievergessen.wordpress.com/bootsfahrt-2016-2/

 

 


© 2010 - 2017 Anti-Atom-Berlin