Anti-Atom-Berlin

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Nr. 260-261
Castor 2.0 
17
80 Seiten Oktober 2016
Preis: 6,00 EUR

anti atom aktuell

AAB - Blog

Unsere Antwort auf „Deutschland braucht Atomwaffen“

Schutz durch Atomwaffen?

atombombenexplossion

Sowohl ein Artikel im Tagesspiegel vom 22. Januar 2017 „Deutschland braucht Atomwaffen“ als auch ein Beitrag in Panorama „US-Atombomben-in-Deutschland-und-Donald-Trump“ werfen die Frage auf, ob Deutschland ernsthaft die Anschaffung eigener Atomwaffen in Betracht ziehen sollte.

Wir meinen:

Gegenseitige Abschreckung durch Einsatz von Atomwaffen führt zur Vernichtung beider Seiten und damit zu einer kalkulierten Vernichtung der Menschheit und zur Verstrahlung der gesamten Erde und allen Lebens. Nur Abrüstung, ein weltweites Verbot von Atomwaffen und letztlich deren Vernichtung können Frieden schaffen! Eine Bedrohung von Staaten, die selbst keine solchen Waffen besitzen, und die Verbreitung dieser Massenvernichtungswaffen können nur dadurch verhindert werden.

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Deutsche Energiepolitik in der Sackgasse

von Bernd Lisek, AntiAtomBerlin

Unsere Gruppe AntiAtomBerlin beschäftigt sich nicht nur mit den Gefahren der Atomenergie und dem Atom-Ausstieg, sondern auch mit der Entwicklung der Alternativen, mit den Grundlagen einer zukunfsorientierten Energiepolitik.

Wie ist der gegenwärtige Stand?

(Ich beschränke mich im Folgenden auf die Elektroenergieversorgung. Der Wärmemarkt ist ein anderes, trauriges Kapitel für sich.)
Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung (also einschließlich Netzverluste und Eigenverbrauch der Kraftwerke) stieg in den letzten 13 Jahren von 3,2 auf 25,8%. Da ein Teil der erneuerbaren Energie dezentral und verbrauchsnah produziert wird, liegt ihr Anteil an der Bedarfsdeckung sogar noch höher, nämlich bei 27,3%. (Nach offiziellen Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums.)

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Redebeitrag von Anti-Atom-Berlin - Kazaguruma Demo

  • März 2011 • Super-Gau in Fukushima , Beginn der
    Atomkatastrophe in Japan,
  • Juli 2006 • Forsmark/Schweden (Beinahe-GAU) Juli 2006,
  • April 1986 • Tschernobyl Russland (Super-GAU),
  • März 1979 • Harrisburg USA,
  • Oktober 1957 • Sellafield Großbritannien,
  • September 1957 • Majak in Russland (Ural), verheimlicht bis in die 70er Jahre (teilweise Kernschmelze),
  • 9. August 1945 • Nagasaki Japan,
  • 6. August 1945 • Hiroshima Japan

7 Daten atomarer Katastrophen und „ Unfälle“ in einem Zeitraum von nur 66 Jahren mit Nachwirkungen bis zu Jahrmillionen.

fuku MG 4842Redebeitrag, Foto ©AAB

Die Bomben über Hiroshima und Nagasaki sollten ursprünglich über Berlin und dem Industriegebiet Mannheim/Ludwigshafen explodieren, um den 2. Weltkrieg mit Hitlerdeutschland zu beenden. Doch da Deutschland bereits vor der Fertigstellung der amerikanischen Atombomben bedingungslos kapituliert hatte, (u.a.) die USA sich aber mit Japan noch im Krieg befand, wurden die Bomben über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen
und richteten ein bis dahin unvorstellbares Ausmaß an Zerstörung an, was sogar Einstein, der zur Entwicklung dieser Bomben beigetragen hatte, sagen ließ, dass sei ein Verbrechen an der Menschheit.

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Kommentar zur Energiepolitik der kommenden großen Koalition

Deutschlands Zukunft vermurksen – rückwärtsgewandte Energiepolitik im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD der 18. Legislaturperiode

(ein Kommentar von Bernd Lisek, AntiAtomBerlin)

Merkel, Gabriel...Merkel, Gabriel... FotocollageDer Koalitionsvertrag widmet sich auf dreizehn Seiten unter der Überschrift „1.4. Die Energiewende zum Erfolg führen“ der Energiepolitik.

In der Einleitung des ersten Abschnitts „Energiewende und Klimaschutz erfolgreich gestalten“ werden, bevor es ins Detail geht, die (vorgeblichen) Grundsätze der großen Koalition auf diesem Gebiet genannt. Der Abschnitt trieft von positiv besetzten Begriffen wie „Nachhaltigkeit“, „Bewahrung der Schöpfung“, „... schützt Umwelt und Klima“, „unabhängiger von Importen“, „... sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Deutschland“, „engagierte(r) Klimaschutz“, „Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit ... stärken“. Doch schon im fünften Satz blättert das schöne Bild:

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Keine Ruhe an der Atomfront

Mit dem Kompromiss zur Endlagersuche haben sich Union, SPD und Grüne auf ein dubioses Verfahren geeinigt. Anti-Atom-Proteste sind deshalb so nötig wie in der Vergangenheit, meint Frank Eßers

Foto: fuchsNetFoto: fuchsNetEs gibt Sätze, die mit der Realität nichts zu tun haben. Aber sie schreiben sich so schön, dass Journalisten bürgerlicher Medien diesen kaum widerstehen können. Dass der Bund-Länder-Parteien-Kompromiss zur Suche nach einem atomaren Endlager eine »historische Einigung« sei, ist so ein Satz. Er suggeriert, dass der jahrzehntelange, von heftigen Auseinandersetzungen geprägte Streit um einen Endlagerstandort beendet ist. Die Halbwertszeit solcher Sätze ist kürzer als die des radioaktiven Jod 131, d.h. weniger als 8 Tage. Bereits am Tage der Aushandlung des Kompromisses am gestrigen Dienstag protestierten Anti-Atom-AktivistInnen aus mehreren Bundesländern vor der niedersächsischen Ländervertretung in Berlin, wo der Kompromiss ausgehandelt worden ist.

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